Ich habe Antwort aus Paris bekommen. Nicht völlig unerwartet und überraschend ist sie wenig aussagekräftig und geht an sich sogar inhaltlich am Thema (Begründung fehlt, keine Stellungnahme zur fehlerhaften EULA) vorbei. Nicht geschafft haben sie es außerdem meine großzügig bemessene Frist einzuhalten.
Für mich ist weit ärgerlicher als der Ban das Geschäftsgebaren – ich vergleiche mal:
Die Ermittler unseres Hi-Tec CSI-Teams haben die Tatwaffe des Mörders und seine Fingerabdrücke darauf. Außerdem DNA-Spuren an der Leiche und Augenzeugen. Ein klarer und eindeutiger Fall also. Was machen sie ? Sie sagen zum Mörder “Du böser, böser Mörder. Wir wissen daß Du es warst aber wir weigern uns die Beweise dafür vorzulegen“. Da staunt man dann schon.
Ich gebe ja zu ich bin relativ umtriebig wenn es um so Streitfälle geht. Gerne gehe ich in solchen Fälle her und versuche eine 2te Front aufzubauen. Noch lieber ist es mir wenn ich dabei Kosten für die Gegenseite verursachen kann. Wenn man die Leute schon nicht mit Argumenten beeindrucken kann, so gelingt es manchmal doch über die Kosten.
Wegen dem völlig indiskutablen Verhalten der Gegenseite habe ich jetzt erstmal Post nach Darmstadt geschickt. Ob die sich meiner Argumentation anschließen ist abzuwarten, wenn ja habe ich meine 2te Front. Wenn nein … in der Vergangenheit haben die Darmstädter immer mit der “Anwaltsfabrik” aus Irvine korrespondiert. Ich sollte dort in jedem Falle Kosten verursachen
Luna
was genau ist in Darmstadt?
Regierungspräsidium
Es gibt bis heute in Deutschland Verwaltungsstrukturen die seinerzeit durch das Königreich Preußen eingeführt worden sind – zumindest in manchen Bundesländern, Hessen gehört dazu.
Wegen dem Fehlen einer klagefähigen Anschrift in Deutschland seitens Blizzard ist das Regierungspräsidium Darmstadt zuständige Aufsichtsbehörde gegen den Importeur (Vivendi Universal Games Deutschland GmbH, Langen). Das RP Darmstadt ist dafür “verantwortlich” daß wegen dem Verstoß gegen §5 TDDGS weltweit nach jedem Patch die “Vereinbarung zum Scanning” akzeptiert werden muss (mehr ging nicht wegen dem Fehlen der klagefähigen Adresse).
Und nein – Luna ist nicht schuld daran – ich war zu langsam damals. Ich habe halt die Unterlagen aus dem seinerzeitigen Verfahren hier. Aber daß eine mittlere Verwaltungseinheit aus preussischer Zeit auch im 3ten Jahrtausend Einfluß auf ein weltweit agierendes Unternehmen nehmen kann … das hat schon was
Luna
Und noch immer werden die PCs gescannt und noch immer wird akzeptiert, dass Blizzard alles mit deinem Account machen darf.
Ich hörte auch noch nicht davon, dass Vivendi über ihre Rechtsanwalt- und Gerichtskosten schimpft.
Jedoch hat einer auf jeden Fall Kosten.
Nicht unbedingt, die Briefmarke und die Druckkosten, sondern vor allem der Zeitaufwand, welcher dafür für dich nötig war.
Das Regierungspräsidium wird eh von der Gemeinschaft finanziert.