Millimeterweise

Bei den Rechten der Spieler geht es millimeterweise voran … aber immerhin es geht voran. Jetzt hat auch Deutschland seine erste MMO-Anzeige, nicht in WoW sondern in Metin2. Ob da wirklich etwas herauskommt muss die Zukunft zeigen. Die bisherigen Interpretation einer „beweglichen Sache“ greifen schon deshalb zur kurz weil ja auch beim „einfachen“ Plündern meines Bankkontos und transferieren auf ein Drittes Konto keine „bewegliche Sache“ gestohlen wird … auch Bankdaten sind nur Nullen und Einsen auch wenn hier (hoffentlich) die Konvertierung in reale Güter möglich ist.

Die EULAs der Anbieter (insbesondere auch die des Marktführers) verweigern den Kunden jede Rechte. Im Gegenteil sie „stehlen“ Rechte von den Kunden – insbesondere die Namensrechte. Hätte die EULA des SchneeSturms vor einem Gericht bestand, dann würde in der Konsequenz ein noch lebender J.R.R.Tolkien seine Rechte an „Gandalf“ verlieren wenn er seinen Avatar auch Gandalf nennt.

Daß ein derartiger Unsinn bis heute in den EULAs zu finden ist, liegt nicht nur an den gewonnen Prozessen von SOE in den USA sondern auch an der geschickten Vermeidung von EU-Recht. Dauerhaft kann das mE nicht gut gehen. Mal schauen wann es richtig knallt …

Luna

Ein Kommentar

Eingeordnet unter World of Warcraft

Eine Antwort zu “Millimeterweise

  1. Odessa Silverberg

    Genau so seh ich das auch, dass große MMO/Onlinespiel Konzerne auf die Rechte der Spieler regelrecht scheißen und ihnen nur Geld aus der Tasche knüpfen.

    So auch der Fall bei Blizzard Entertainment. Seit Monaten (!) ist die Performance der Server unter aller Sau und ein Spielen für die meisten Leuten zur Hauptzeit (17-22 Uhr) schlichtweg unmöglich. Spielzeitvergütung gibts auch keine, wenn man sich nicht selber darum kümmert und hartnäckig genug ist.

    Ruft man bei der Rechnungshotline an und schildert sein Problem, kriegt man nur gesagt, dass sie keine individuellen Vergütungen ausstellen! Dabei steht es in den Nutzungsbedingungen sogar klipp und klar, dass jeder Spieler („normaler Benutzer“) das _Recht_ hat auf Rückerstatung bzw Spielzeitvergütung.

    Denn auch das Gesetz ist eigentlich auf Seiten des Users. Es werden schlichtweg die vereinbarten Leistungen nicht erbracht und man halt als Benutzer das Recht sein Geld zurück zu fordern bzw auf eine Preisminderung für die dauer der Störung.

    So hab ich, nach vielen vielen Anrufen bei der Hotline auf mein Recht bestanden und 2 Freimonate als kleine Entschädigung erhalten.

    Die ganze Story könnt ihr in meinem Blog lesen unter

    http://kostensparen.blogspot.com/2009/02/geld-sparen-mit-world-of-warcraft.html