Der nächste Flop

Am 25.Februar kommt Darkfall und mit ihm der nächste Flop. Und nein … ich war nicht in der beta. Meine Vorhersage beruht ausschließlich auf Informationen von „außerhalb“ … soweit es sie gibt.

Das ist nämlich gar nicht so einfach weil schon die unprofessionelle Flash-Trash-Website fast keine Informationen enthält. Welche Klassen gibt und und welche Rassen ? Welche Zauber und Talente haben meine Chars ? Der Anbieter hat alles getan um potentielle Kunden nicht zu informieren. Werbung im positiven Sinne macht aber genau das. Ich informiere die Interessenten und „locke“ sie an mein Produkt heran. Nichts davon macht der Hersteller von Darkfall.

Und nicht einmal beim Preis (14,- Euro/Monat) orientiert er sich am Marktführer. Warum soll jemand für ein Produkt daß schlechter ist als das des Marktführers mehr Geld als bei diesem ausgeben ? Das kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

Kein Wunder daß unter diesen Umständen das Spiel nicht einmal auf der Rennliste der am meisten erwartesten Spiele auf MMORPG auftaucht. Das Spiel ist eine Totgeburt die die Kosten für die Entwicklung niemals einspielen wird. Am Ende des Tages finde ich das sogar gut. Solange die Firmen schlechte Spiele herstellen so lange soll ihnen auch der wirtschaftliche Erfolg versagt bleiben.

Schlechte Spiele und unfähige Entwickler verdienen keinen Erfolg !

Luna

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11 Kommentare

Eingeordnet unter MMO-Allgemein, World of Warcraft

11 Antworten zu “Der nächste Flop

  1. Myself

    Sehr harte Worte. Aber tendenziell gebe ich dir trotzdem recht. Zu häufig läuft das Schema im Gaming (ja, is hart vereinfacht) so ab:

    1. Developer-Team hat eine Vision und sucht sich dafür Geldgeber.

    2. Geldgeber setzt Meilensteine

    3. D-T merkt, dass die Spielidee unrund ist, noch eine Menge fehlt

    4. Geldgeber steckt die Meilensteine

    5. D-T merkt, dass die schnell beschlossenen Veränderungen totaler Murks sind.

    6. Geldgeber beharrt auf nachverhandeltem Release Date

    7. Spiel kommt als absolute Grütze, D-T und Geldgeber versuchen durch alle Tricks noch möglichst viele Exemplare abzusetzen (könnt ihr euch noch an den post-Release NDA Versuch über Level 13 von Funcum bzgl der Preorder-Spieler erinnern).

    Und deshalb, Luna, haste Recht: „Am Ende des Tages finde ich das sogar gut. Solange die Firmen schlechte Spiele herstellen so lange soll ihnen auch der wirtschaftliche Erfolg versagt bleiben.“

  2. Der erste Schritt auf dem langen Weg zur Lösung des Problems ist erst einmal zu akzeptieren daß es ein Problem gibt. Soweit sind viele Programmierer ja noch nicht.

    Dann stellt sich die Frage wie löse ich das Problem ?

    Ich kann weder den Mist verkaufen den manche so abliefern noch kann ich die Jungs weiter Geld verbrennen lassen.

    Am Ende dieses Weges sehe ich nur eine Lösung – die Arbeitsqualität von Programmierung muss qualitativ besser werden. Dann sind die Chancen besser daß Termine eingehalten werden können und gleichzeitig auch mehr Ressourcen frei um Entwicklungsfehler zu korrigieren.

    Allerdings … das ist ja ein EXTREM STEINIGER Weg bis sich etwas bessert 🙂

    Luna

  3. Myself

    „die Arbeitsqualität von Programmierung muss qualitativ besser werden“

    Eine schöne Utopie. Sogar praktikabel. Dort, wo qualitativ hochwertiger Programmcode auch bezahlt wird (akademischer Bereich, Sicherheitsindustrie (Fahrzeug-/Flugzeugsoftware, etc), Hochverfügbarkeitslösungen), wird guter Code entwickelt.

    Aber bei Privat-/Geschäftssoftware wird seitens der Projektleiter eher über die Zeitersparnisse von Rapid-Developing Prozessen o.ä. fabuliert, als quality assurance Methoden wie permanentes Testen, Mocking und (und das wäre grad in der Gaming-Industrie von Vorteil) durchgängig verfügbare Testgruppen zu besprechen.

    Gaming-Produkte werden momentan durch und durch verindustrialisiert. Klassische, aus der Massenproduktion stammende wirtschaftliche Methoden werden von Informatik-fremden Personen durchgepusht und tun zum großen Teil vordergründlich sogar das, was sie versprechen. Sie senken die Entwicklungskosten. Nur geht dabei Flexibilität und Qualität verloren.

    Aber der Markt wächst zZt. wie bekloppt. Das wird wohl kaum zur Minderung dieser Tendenzen führen. Leider.

  4. Hat zwar nichts mit dem Thema zu tun aber dennoch:

    Sehr nice, daß Du das Design des Blogs überarbeitet hast. Das neue gefällt mir wesentlich besser 🙂

  5. Ich fühle mich mit dem ganzen CSS-Schmutz deutlich überfordert. Ich habe jetzt einfach aus Verzweiflung ein anderes WP Theme ausgewählt weil das das alte grausam fand.

    Aber gemacht was es soll (variable Breite, 3 spaltig) hat das Alte es besser …

    Luna

  6. Du findest deswegen keine Informationen über Klassen, weil es in Darkfall keine Klassen gibt. Dein Charakter levelt lediglich Skills – wenn Du also ständig eine Zweihandaxt schwingst und damit Deinen Skill aufbaust, wirst Du wohl sowas wie ein Barbar werden. Der Charakter entwickelt sich demnach zu 100% nach Deinem Spielprinzip und gibt Dir somit kein Klassen-Schubladensystem wie andere Titel und stellt damit die wohl dynamischste Variante der Charaktererstellung dar.

    Auch sonst ist das Spiel sehr frei, was die Entscheidungen des Spielers angeht. Es wird ein reiner Sandbox-Titel mit starken Anleihen an Urgesteine wie Ultima Online. Das Spiel richtet sich bewusst nur an professionelle Onlinerollenspieler, die schon sehr viel Erfahrung in dem gesammelt haben.

    Und was die Rassen angeht: http://www.darkfallonline.com/races/

    Ich weiß wirklich nicht, wo Du das große Problem mit der Seite hast. Sie mag vielleicht weder schön noch konform sein, aber sie bietet definitv alle Infos, die man zu dem Spiel braucht – und das wirklich übersichtlich. Anbei noch der Link zur Sektion ‚Characters‘ der FAQ, da steht das mit den nicht vorhandenen Klassen auch: http://www.darkfallonline.com/faq/characters.html

    Ansonsten kann man nur sagen: das Spiel mag bei uns noch relativ unbekannt sein, in den Staaten wird es allerdings mit Sehnsucht erwartet (bei denen war UO auch wesentlich erfolgreicher als bei uns – die mögen es anscheinend nicht so wischiwaschi vorgekocht wie Westeuropa). Die Anmeldungen für die geschlossene Beta waren in Rekordzeit vergeben und sämtliche verfügbaren Ressourcen für Vorbesteller waren innerhalb weniger Stunden komplett vergriffen. Ich glaube nicht, dass Darkfall ein Reinfall wird. Es wird zwar sicherlich nie mit den anderen Massenprodukten auf dem Markt konkurrieren können, wird seine Nische aber definitiv finden – es gibt schließlich genug Spieler, die die Schnauze voll haben von Themenpark-basierten Spielen in denen man an einem roten Faden entlangläuft bis rein in’s Endgame und sich endlich mal wieder eine wirklich offene Spielwelt wünschen. Und Darkfall bietet genau das.

  7. Myself

    „endlich mal wieder eine wirklich offene Spielwelt“

    Ich denke das reicht an Zitat. Der mir natürlich vollkommen unbekannte Freund eines Freundes, der Darkfall seit Closed-Beta Zeiten spielen/ertragen durften berichtet durchweg anderes.

    Das Spiel wirkt wie ausgestorben, die Playfields wirken wie ein Mal angelegt und nie gepflegt. Quests? Wer eine findet darf sich freuen.

    Ja, ein klassenfreies Charaktersystem ist eine Idee wert, es gibt allerdings haufenweise Gründe, warum dies von allen anderen Entwicklern stets wieder über Bord geworfen wird.

    Ich habe nichts gegen einen Erfolg von Darkfall. Ich würde auch einem Spellborn eine 6stellige stabile Spielerbasis wünschen. Aber ich glaube nicht dran.

    Grüße

  8. maehman

    Das schöne ist ja das sich Darkfall in keinster Weise mit dem Marktführer messen will, wozu auch? Über 300.000 Betaanmeldungen sprechen bei einem bis dato komplett unbekannten Entwickler mit einem für diese Zeiten eher ungewöhnlichen Konzept eine mehr als deutliche Sprache. Wer immer wieder die gleichen Bosse farmen will, kann ja bei WoW bleiben 😉

    Ok, ich bin vorbelastet und verfolge das Spiel seit fast 4 Jahren und bin fest überzeugt davon. Den genau das (offene Welt, Full Loot, kein Klassen-Schubladen-System, Städtebelagerungen usw) fehlt mir persönlich in den letzten ‚großen‘ MMOs.

    Der Stand der Beta ist in einigen Bereichen zwar wirklich mangelhaft (Monstercamps und Quests hauptsächlich) aber beides ist auch nur Mittel zum Zweck in Darkfall, den wer den PvE Kram sucht, womit man ja sonst überall zugeschüttet wird, kann bei Darkfall lange danach suchen.

    Ich rechne dem Spiel bessere Chancen bei seiner Zielgruppe zu, als dem 20. WoW Abklatsch dem Marktführer langfristig Kunden abzunehmen.

  9. Jetzt kannst Du sagen „Ich hab’s Euch ja gesagt“, denn es ist offiziell: Darkfall ist ein Desaster!

    Gucksdu: http://www.keenandgraev.com/?p=2043

  10. Bitter 😦

    Aber leider wirklich vorhersehbar. Daß es aber so schlimm kommen würde … dann auch wieder nicht.

    Es hat schon seinen Grund warum ich den SchneeSturm den „Einäugigen unter den Blinden“ nenne. Daß man es NOCH SCHLECHTER als der SchneeSturm machen kann … erstaunt mich immer wieder

    Luna

  11. maehman

    Selbst als Fan von Darkfall muss ich sagen der Start war echt erbärmlich. Ich hatte zwar Glück und konnte vorbestellen und wusste dank Beta auch worauf ich mich im Spiel einlasse, aber Dinge wie zusammenbrechende Abbrechnungs- und Accounterstellungsserver sind einfach nen glatter Reinfall. Das die Server am eigentlichen Releasetag garnicht liefen macht es nur noch schlimmer.

    Auch die bei keenandgraev angesprochenen Synch Issues sind weniger schön, wobei eigentlich alle MMOs am Anfang ihre technischen Probleme haben. Der Einäugige scheint sie ja auch immernoch zu haben.

    Jetzt müssen diese Dinge gefixt werden, dann kann aus dem Spiel immernoch so einiges werden. Das ganze hat ja nichts an der Idee einer offenen Welt mit wirklichen Freiheiten beim Spiel geändert.