Perspektive

Ein Grund warum ich mit dem „Auto-UI“ in WoW gar nichts anfangen kann liegt an meinen Einstellungen. Bis heute spiele ich alle MMOs in einer 3rd-Person Perspektive, relativ nah an der Figur – fast aus der Ich-Perspektive. Und ich verändere diese Perspektive während des Spielens nicht, spricht wenn ich mich umdrehe spiele ich nicht mit der Maus an den Kamera-Einstellungen herum sondern meine Figur dreht sich herum.

Das führt dann schon einmal dazu daß ich bei manchen Rassen wenig bis nichts sehen weil die Köpfe so nah am Boden sind. Das führt aber auch dazu daß ein Drachen-Hintern 95% meines Bildschirmes ausfüllt wenn ich gezwungen werde so eine Flugsimulator-Quest (oder schlimmer noch – Drachen-Raid) zu machen. Sobald ich auf so eine „Auto-Quest“ getroffen bin habe ich mir immer überlegt ob ich die Folge-Quest weiter machen will oder nicht.

Das hat auch etwas damit zu tun daß ich das „Auto-UI“ grottenschlecht finde. In Warhammer gab es auch auch Balistas aber dort hatte ich überhaupt keine Probleme damit. Es ist wirklich das „wie“ des Marktführers. Jemand der von Hause aus eine „RTS-Perspektive“ eingestellt hat und mit winzigen Figuren herumläuft der hat das Problem sicher nicht.

Ich selber kann RTS-Spiele auf den Tod nicht leiden. Auch weil ich den Blickwinkel auf die zum Teil winzigen Einheiten (am Besten mit einer 30 Jahren alten ISO-„3D“-Sicht) nicht mag. Ja ich weiß … selbst Diablo hatte so eine ISO-Sicht. Das war damals (so kurz nach dem Krieg) halt so. Ich habe Diablo eher trotz nicht wegen der ISO-Grafik gespielt aber ich würde es heute wegen der antiquierten Perspektive nicht mehr spielen. Auf einmal hat die persönliche Perspektive Auswirkungen auf die Meinung zu einem Spiel …

Luna

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10 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

10 Antworten zu “Perspektive

  1. Shuhun

    Als Tank bleibt einem aber fast keine Alternative. Wie soll man sonst in irgendeiner Art schnell genug reagieren können, als mit einer auf max. Distanz herausgezoomten Einstellung?
    Die Spielmechanik bzw. aggroziehende DDs machen es also nötig.

  2. Diese Frage stellte sich mir aber auch gerade. Wenn durch „Zufall“ eine unangekündigte Gruppe mit kommt, sieht man das doch gar nicht, weil der jetzige Gegner das Bild ausfüllt. Von Schattenspalten und Lawawellen mal ganz abgesehen.

    An sich kann man sich das mit keiner Klasse erlauben, da man eine Übersicht in Instanzen haben muss. Solospiel, klar. Kann jeder machen, wie er will, aber dort wirft es einen extrem nach hinten.

    LG

  3. Ich habe auch für meinen Tankadin keine andere Perspektive. Vom Grunde her kann ich nicht erkennen daß es bisher einen Unterschied ausgemacht hat.

    Es kommt halt einer klassischen RPG-Perspektive sehr sehr nahe.

    Luna

  4. Shuhun

    Wenn ich mit meinem Bärchen während des Bosskampfes bei Sartharion die kleinen Flammendingens nicht sehe und damit nicht an mich binden kann, würden mir aber 24 Leute ziemlich auf den Kopf hauen. Wenn 15 Leute in einem grossflächigen Camp ihre Zauber zünden, sieht man schon so kaum alles 🙂
    Klar gibt es Bosskämpfe, wo es nicht so wichtig ist – Flickwerk – aber Tank & Spank-Bosse sind eher unüblich geworden. Aber selbst bei Flickwerk ist es nicht lustig nur den Bauch und die Füsse vom Boss vor Augen zu haben.

  5. Zitat Luna: „Auf einmal hat die persönliche Perspektive Auswirkungen auf die Meinung zu einem Spiel“

    Hat die persönliche Perspektive nicht immer Auswirkung auf unsere Meinung?^^ *SCNR*

  6. @Shuhun:

    Wenn Du Recht hast und man WoW in der Zwischenzeit in der RTS-Perspektive spielen „muss“ dann würde ich das als Rückschritt werten.

    Weil dann sind wir wieder da wo wir vor einem 1/4 Jahrhundert waren als die Spiele alle zwangsweise nur eine Perspektive hatten.

    Luna

  7. asak2

    Also… isometrisch, frei beweglich, zoombar > alles. Am Besten in einer nicht-modellierten, gepixelten Welt. *sigh*

  8. Shuhun

    Post doch einfach mal einen Screenshot, wie du derzeit das Spiel im wahrsten Sinne siehst.

  9. In der Zwischenzeit? Selbst in MC hätten einen 39 Leute geschlagen, wenn man als Tank bei Magmadar in dem Flammenmist steht, oder whatever. Da sind 25er-Instanzen eine echte Erholung. Solo-Play, np, aber in einer Gruppe ist das fail -> um da auf ein Statement von dir zurück zu kommen: da brauchst du dich nicht wundern, wenn dir deine Mitstreiter vorhalten, du würdest zu schlecht tanken. Denn mit dieser Perspektive, würde ich das auch nicht können.

    LG

  10. „Tanz auf dem Vulkan“ aus 1st Person-Sicht wäre auch ein interessantes Ding. Ich bin sehr dankbar, daß ich alles drehen und zoomen und machen kann wie ich will und das ich vor allem auch die Kamera statisch halten kann, ohne daß sie sich zurückdreht, wenn ich z.B. vor irgendetwas weglaufe und ich die Kamera hinter mich blicken vor mich drehe, damit ich das sehen kann.
    Für mein Empfinden finde ich das großartig, so wie es ist. Allerdings empfinde ich es auch als atmosphärisch DEUTLICH dichter, wenn man tatsächlich mal 1st Person spielt. Die endlosen Nachteile mal herausstreichend, die einem das bringt – der Blick ist ein anderer, man ist mitten drin‘. Bei allen unseren Videos, die wir im Raid gemacht haben und geschnitten habe ich diese fast ausnahmslos aus der ICH-Perspektive gedreht. Aber für spielerische Übersicht taugt das genau Null, da kann ich Reefa nur zustimmen.