Das Ende der Addons

Mit den neuen …. im besten Fall seltsamen Addon-Regeln tut sich der SchneeSturm nach meiner Meinung keinen Gefallen. Scheinbar geht es darum die Kontrolle über das Spiel weiter auszubauen und im Falle der Addons die Vielfalt zurückzudrängen. Alleine schon die Schuldzuweisung für „slow frame rates“ im Punkt 3 finde ich peinlich.

Die ersten Auswirkungen hat die neue Regeln schon … Addons wie Questhelper oder Outfitter werden mit sofortiger Wirkung eingestellt. Dem SchneeSturm wird es Recht sein weil er hat damit sein Ziel erreicht und Dritte können an WoW nicht länger „mitverdienen“. Daß diese das aufgrund eigener kreativer Leistung getan haben ist dem Monopolisten scheinbar egal. Hier geht es ja um Durchsetzung von Kontrolle.

Dabei vergißt der Einäugige daß eine Menge der „modernen“ Möglichkeiten eines WoW durch den Wettbewerb der Addon-Programmierer erst entstanden ist. Die WoW-eigenen Kreativen wären lange überfordert gewesen dem Spiel den vergleichsweise aktuellen Look zu geben den es durchaus hat.

Daß man in der Vergangenheit dem einen oder anderen Addon schon einmal den Saft abgedreht hat war jedesmal unschön aber in keinen Fall so massiv und krass wie durch die neuen „Regeln“. Nach meiner Einschätzung werden die neuen Regeln dazu führen daß es nicht nur deutlich weniger Addons gibt sondern auch daß Addons immer weniger können, weil die Motivation der Meisten ihr Projekt immer auf aktuellem Stand zu halten wird weiter abnehmen wenn man permanent derartige Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommt.

Luna

Advertisements

12 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

12 Antworten zu “Das Ende der Addons

  1. Pingback: Das Ende vieler AddOns - think-strange.de

  2. Verzeih – Für mich war die FLut an Must-have-AddOns usw. ein Grund WOW den Rücken zuzuwenden. 😉

  3. Yitu das sieht halt jeder anders. Für mich gab es fast keine „must-haves“ (auch weil ich mich vielem verweigert habe) sondern eine Unzahl an „nice2have“ die einem das Leben erleichtert haben.

    Ein schönes Beispiel dafür ist das grottenschlechte Raid-UI. Ich bin von Hause aus sowieso kein typischer Raider aber mit dem würde ich mich einfach strickt weigern.

    Die Vielzahl der Addons werden nmM nur der Vielzahl an unterschiedlichen Spielern gerecht.

    Luna

  4. Nun die Individualisierung hat definitiv Vorteile und auch einen Reiz. Allerdings war ich immer ein extremer Freund von „lern-2-play“, verstehe Deinen Kram und ich nutze extrem wenige Addons. X-Perl Unitframes etwa und auch die DBM. Aber kein healbot und dergleichen und neulich habe ich auch mal eine Weile Carbonite mit dem Todesritter probiert – Idiotenmodus ON, wenn Du mich fragst und gewisse Einschränkungen in diese Richtung finde ich gar nicht so schlecht.
    Früher oder später haben sich die essentiellen Addons eh ins Spielintegriert und auch wenn Blizzard da extrem (siehe Itemrack nun bzw. Outfitter als endlos lahmes Beispiel) träge reagiert, basteln die so nach und nach diverse Sachen mit ein, die das leben wahrlich leichter gestalten. Gerade, wenn man eine Klasse mit der ihr spezifischen Klassengrundschizophrenie spielt, dem Druiden z.B..

    Ansonsten sollen die Addon-Macher doch Koohlen verdienen, den Nachteil für Blizzard sehe ich dabei nicht. Wenn ich das mit der Autoindustrie vergleiche, kann ich da auch Zubehör von allen möglichen Herstellern kaufen, wenn ich meinem Ferrari hochquerschnittsreifen auf 15″ Felge kaufen will, weil mir die 18er nicht gefallen.

  5. Socordia

    Ich versteh die ganze Aufregung nicht. Ich hab etwas den Eindruck, es wird wieder viel überall abgeschrieben (nicht konkret auf dieses Blog bezogen), aber nur wenige haben wirklich die Primärquelle gelesen. Ich geh einfach mal Stück für Stück durch:
    http://www.worldofwarcraft.com/policy/ui.html

    1) Kann mir jemand ein kostenpflichtes Addon nennen? Ich kenn keins. Ich kann Punkt 1) verstehen, obgleich ich glaube, daß es nicht klug von Blizzard ist.

    2) Aber bitte! Das ist schon aus Sicherheitsaspekten wünschenswert.

    3) Bezieht sich hauptsächlich auf die Server, halte ich als Anbieter vertretbar, schließlich kann man mit einem bekannten Addon leicht eine Art DDoS-Attacke auf nen Server starten. FPS-Einbrüche finde ich etwas absurd, allerdings ist deutlich zu merken, daß Spieler zunächst Blizzard die Schuld in die Schuhe schieben (besonders in diesem Blog), aber dann gleichzeitig 8000 Addons am laufen haben, am besten noch welche, die alle den Combattext parsen (SCT, Recount/Recap, DamageMeter, Omen, diverse Unitframes, InstantHealth, um nur einige der gängigen zu nennen, die man oft parallel installiert hat).
    Seh ich als Schutz für den Betrieb der Server bzw. des Images und daher ok.

    4) ist wohl ok

    5) ist der Punkt, der scheinbar am meisten Empörung auslöst, allerdings bezieht sich das wohl wieder nur auf In-Game-Bitten. Explizit steht dort im Gegenteil „such requests should be limited to the add-on website or distribution site“, weshalb ich die Aufregung nicht verstehe.

    6) ist wohl nur legitim

    7) auch

    8) gibt dem State-of-the-Art, z.B. der Deaktivierung von Decursive und ähnlichen Addons, nur die „rechtliche“ Grundlage für zukünftige ähnliche Aktionen. Finde ich auch ok, denn wie Yitu oben z.B. schreibt, trivialisieren einige Addons das Spiel einfach teilweise.

  6. Socordia

    Nachtrag: Allerdings unterstütze ich auch die Punkte, die z.B. der oben von Dir verlinkte Autor von „Outfitter“ anbringt. Das ist ein gutes und wünschenswertes Zeichen.

  7. Es gibt hier einen Streik-Aufruf der Addon Programmierer:

    http://forums.worldofwarcraft.com/thread.html?topicId=15864447468&sid=1

    Dass der SchneeSturm die Möglichkeiten hat die Addon-Schnittstellen zu verändern ist ja unstrittig. Aber er kann den Autoren/Programmierern nicht vorschreiben wie sie sich ihre Hobby-Arbeit entlohnen lassen.

    Ich halte das für hochproblematisch.

    Luna

  8. Karchon

    Socordia: Carbonite Vollversion war nur für Geld zu haben. Ein Kommentar bei tobold.com meinte noch dazu, dass die „ursprüngliche“ Version verbuggt wurde, um sie unbrauchbar zu machen und die gratis-Variante alle 5 Minuten ein Werbefenster im Spiel(!) aufgemacht hat, wo für die Vollversion geworben wurde.

    Mit der Werbung beim Laden von Addons hab ich an sich kein Problem (und der Autor von Questhelper meinte, dass seitdem er das integrierte die Spenden ums 100fache zugenommen haben). Aber nervige Pop-ups mitten im Spiel?

  9. Socordia

    Ah, Carbonite, das kannte ich nicht, danke.

    OK, ich hab mir das gerade mal so durchgelesen, was Carbonite da so veranstaltet hat (insbesondere bezüglich Ingame-Werbung, Abomodell usw.) und auf ner anderen Seite dann gelesen, daß genau dieses Carbonite gerüchteweise der Auslöser für die neuen Richtlinien sei.

    Ist halt wieder so ne zweischneidige Sache wie überall auf der Welt: Blizzard hatte jahrelang nichts gegen Spendenaufrufe, solange sich jeder im vernünftigen Rahmen verhalten hat. Es gibt ein schwarzes Schaf, es muß (sollte) in irgendeiner Form reagiert werden, und treffen tut es auch wieder die unschuldige Allgemeinheit. Sowas gibt es überall, daß die Allgemeinheit unter schwarzen Schafen leiden muß. Aber wer ist nun Schuld? Das schwarze Schaf oder der Anbieter?

  10. Blizzard ist schuld !

    Gäbe es ein vernünftiges in-game Quest-Helper-System (optional zuschaltbar für die die es wollen) dann gäbe es keine Nachfrage nach komfortablen Addons die das liefern was die Kunden wollen (und manche bezahlen dafür sogar Euros).

    Aber stattdessen würfeln sie ja lieber im „Tagesrhythmus“ neue Talente aus.

    Luna

  11. Den braucht auch niemand mehr 😉 .