Clevere Taktik

Frogster hat sich mit seiner Entscheidung für „Runes of Magic“ auch eine CD zu pressen offensichtlich selber einen Gefallen getan. Lauf den GfK Zahlen wie sie zB bei Gamona veröffentlich werden liegt die CD bei den Verkaufszahlen vor dem Monopolisten (Neukunden, nicht Addons).

Für mich selber kommt das sehr überraschend insbesondere weil die Masse der RoM-Kunden ja durchaus auf das Prinzip „kostenlos“ fixiert ist und nur eine Minderheit überhaupt den Kauf der CD in Betracht zieht. Und die großen Ketten wie Saturn verkaufen es nach meiner Kenntnis gar nicht.

Der Hauptvorteil dabei liegt gar nicht im Verkauf (insbesondere wenn man bedenkt daß der Handel ja auch mitverdienen will) der CDs sondern in der kostenlosen Werbung die man bekommt wenn man in den Top10 ist. Ursächlich dafür ist sicher auch der „Schnupperpreis“ mit dem Interessenten gelockt werden und die Tatsache daß mit dem Erwerb der CD keine automatischen Folgekosten in Form der Abo-Gebühr fällig werden.

Luna sitzt in der warmen Sonne und hofft daß ein langer kalter SchneeSturm Winter vorbei ist. Ein Hauch von Wettbewerb liegt in der Luft. Wenn ein RoM auch in 2 Monaten noch in der Top10 Liste zu finden ist dann hat der Monopolist ein Problem. Dann kann er das was ihm hinten an Kunden wegbricht nämlich nicht mehr vorne durch die Neuaquise ausgleichen.

Auf alle Fälle bekommt Frogster etwas Geld in die Kassen.

Luna

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11 Kommentare

Eingeordnet unter Runes of Magic, World of Warcraft

11 Antworten zu “Clevere Taktik

  1. Luna sitzt in der warmen Sonne und hofft daß ein langer kalter SchneeSturm Winter vorbei ist. Ein Hauch von Wettbewerb liegt in der Luft. Wenn ein RoM auch in 2 Monaten noch in der Top10 Liste zu finden ist dann hat der Monopolist ein Problem. Dann kann er das was ihm hinten an Kunden wegbricht nämlich nicht mehr vorne durch die Neuaquise ausgleichen.
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    Ich weiß wirklich nicht, warum du den Niedergang von Blizzard / WoW herbeisehnst – mir macht das Spiel Spaß; ich habe eine Klasse die weit davon entfernt ist optimal zu sein (was meine Schuld ist, mich hat niemand gezwungen einen Priester zu erstellen), aber das Spiel an sich ist ok:
    Man kann PvP machen, man kann twinken, man kann raiden, bis der Computer anfängt zu rauchen, die Möglichkeiten die WoW – gerade durch das Erfolgssystem – bietet sind unbegrenzt. Nur muß man die eben ergreifen – ich mache es im Moment auch nicht, weil von der Begeisterung für die Erfolge nicht viel übrig geblieben ist, aber auch dass kann ich nicht WoW ankreiden.

  2. Noma, ich habe jede Hoffnung aufgegeben daß die ohne den „Druck des Marktes“ jemals (wieder) zu einem vernünftigen Geschäftsgebaren finden.

    Spätestens mit dem Klassenumbau 2006 haben die bei mir so sehr gelitten daß ich auf Veränderung in diesem Markt hoffe. Was durchaus dramatisch ist weil der gute Ruf und das Ansehen daß die einst bei mir hatten sehr wohl dazu beigetragen hat daß ich gesagt habe „ich habe Vertrauen in die daß die einen guten Job machen und bin ausnahmeweise bereit eine Abogebühr zu bezahlen“

    Wenn ich überlege ich habe schon 2005 gesagt „nie wieder“ und „muss“ es 2009 – 2013 (???) immer noch spielen weil in diesem Markt jeglicher Wettbewerb zum Erliegen gekommen ist und es keine realistische Alternative zum Monopolisten gibt.

    Luna

  3. Shuhun

    Liegt das mit den realistischen Alternativen an Blizzard, der Community oder mehr an dir, weil es sehr eine sehr subjektive Einschätzung ist?
    Diesen Sommer kommt vorraussichtlich Jumpgate Evolution. Ich bin mir noch etwas unschlüssig, ob ich nochmals einem Online-Spiel so eine Zeit und Aufmerksamkeit zukommen lasse wie WoW. Vielleicht ist der MMO-Hype doch auch schon wieder vorbei und die ganzen Hersteller haben einfach den Zug verpasst und kein neues Subgenre an Spielen mit richtig guten Ideen befeuert.

  4. @Shuhun:
    Was Marktmacht ausrichten kann, das wissen wir aus der Vergangenheit aus anderen Märkten.

    Ich verweise mal auf JVC die mit VHS und dem schlechtesten technischen Standard 2 Jahrzehnte lang den Markt der Video-Kassetten dominiert haben.

    Wenn JVC die VHS-Lizenz nicht an jeden „verschenkt“ hätte, dann hätte ich auch im Falle von JVC vom Monopol gesprochen und wäre für Enteignung und Zerschlagung gewesen …

    Luna

  5. Wenn JVC die VHS-Lizenz nicht an jeden “verschenkt” hätte, dann hätte ich auch im Falle von JVC vom Monopol gesprochen und wäre für Enteignung und Zerschlagung gewesen …
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    Du kannst doch nicht jedem, der etwas leistet enteignen; Leistung darf niemals bestraft werden.

    Blizzard hat ein leicht bedienbares einsteigerfreundliches MMO geschaffen und sich so die Marktmacht geholt, Microsoft das am leichtesten bedienbare Betriebssystem / Office-Software. Vielleicht gibt es bessere (leistungsfähigere) Alternativen, aber mir und offensichtlich anderen ebenfalls sind leichte Handhabarkeit wichtiger. Da hat sich jemand drüber Gedanken gemacht und wird belohnt – das is unser Wirtschaftssystem und das ist auch gut so 😉 .

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    Vielleicht ist der MMO-Hype doch auch schon wieder vorbei und die ganzen Hersteller haben einfach den Zug verpasst und kein neues Subgenre an Spielen mit richtig guten Ideen befeuert.
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    Wenn nicht etwas radikal anderes bzw. eine andere Umgebung gibt, würde ich nicht wechseln, zumindest theoretisch, für Pirates habe ich mich auch interessiert, ohne es am Ende zu kaufen.

  6. Shuhun

    Also das VHS zum Quasi-Standard wurde, lag aber an der Entscheidung der Pornoindustrie ihre Filmchen massiv darauf zu veröffentlichen. Die gleiche Entscheidung lag dann wieder bei Blueray und HD-DVD an.

    Und genau wie Nomadenseele schrieb, die Einfachheit hat am Ende, neben der freien Lizenzvergabe, zum erfolg geführt. http://de.wikipedia.org/wiki/Video_Home_System#Geschichte

  7. Es gibt ja sogar eine komplett Kostenlose Office Alternative (sogar mehrere) mit z.b. OpenOffice, Word is trotzdem de facto Standard, ohne Grund sicher nicht.

  8. @Ramuh:
    Marktmacht des Monopolisten ? 😉

    @Shuhun:
    Du willst dich jetzt aber nicht dadurch zum Gespött machen daß Du argumentierst VHS-Recorder wären einfacher zu benutzen gewesen als die Konkurrenz und deshalb hätte sich VHS als Standard durchgesetzt, oder ?

    @Noma:
    Wenn Du behauptest „Windows ist benutzerfreundlich“ dann hat das aber sicher etwas damit zu tun daß du die Konkurrenz die es noch vor Jahren gab nicht kennst, oder ?

    Der Markt und die Kräfte die auf ihm wirken sind eine empfindliche Pflanze. Wettbewerb entsteht nur unter bestimmten Voraussetzungen. Und wenn der nicht (mehr) gegeben ist dann hat der Staat sehr wohl die Pflicht einzugreifen.

    Luna

  9. Goarnilor

    Hm die Konkurrenz die es zu WIndows vor Jahren noch gab ? Welche denn genau 🙂 ?

    Mir fällt da nur OS2 ein, was weder in Punkto Benutzerfreundlichkeit noch an Unterstützung durch die anderen Hersteller mithalten konnte. Von MacOs brauchen wir mal nicht zu reden, das läuft schließlich auf nem anderen System.

    Und man darf ja nicht vergessen das Windows auf dem PC als Mircosoft es rausgebracht hat Konkurrenzlos war, und da niemand schnell genug regaiert hat konnte siche Microsoft hier aus dem Stand eine gewaltige Kundenbasis schaffen. Ähnlich seh ichs jetzt auch bei WoW.

    Mir gefällt WoW, die Abogebühren find ich ok, der Content reicht dicke aus, das Design find ich cool, das Spiel läuft flüssig. Warum sollte ich mir was anderes ankucken ? Never change an running system…

  10. Shuhun

    Nein Luna – aber die Herstellung der VHS-Rohlinge und das Bespielen mit Inhalt war billiger und einfacher als Betamax und die anderen Konkurrenzprodukte.

  11. @Noma:
    Wenn Du behauptest “Windows ist benutzerfreundlich” dann hat das aber sicher etwas damit zu tun daß du die Konkurrenz die es noch vor Jahren gab nicht kennst, oder ?
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    Ich habe eine Zeit mit Suse-Linux gearbeitet, dagegen war Windows das Paradies auf Erden.
    Genau wie WoW das Paradies auf Erden sein wird, wenn man sich die Konkurrenz ansieht: Hdro zu gruppenlastig, Age of Conan zu primitiv, auf Warhammer bekomme ich zugegebnermaßen durch Yitus Blog immer mehr Lust – dazu kommt eine relativ große Entscheidungfreiheit sein Spiel zu gestalten.