Dumm geboren

Wenn sich in unserer Kindheit jemand strikt geweigert hat etwas dazuzu lernen und immer und immer den gleichen Fehler gemacht hat dann haben wir immer gelästert „dumm geboren und nichts dazu gelernt„. Das gleiche möchte ja so manchem in der MMO-Branche bescheinigen.

Im Dezember hatte EA-Chef John Riccitiello noch „versehentlich“ ausgeplaudert SW:Tor würde ohne Abo-Gebühren auskommen. In der Zwischenzeit hat man es sich wohl anders überlegt und setzt wieder auf ebendiese.

Weil nichts anderes besagt die Formulierung „Standard“, man vermeidet die Abweichung vom Monopolisten. Im schlimmsten Fall heißt es außerdem „wir nehmen die gleiche Abo-Gebühr“. Da fängt Luna doch gleich an zu weinen. Egal für wie gut oder wie schlecht man das Produkt des Einäugien hält, Wettbewerb lebt doch vom „besser machen“ und nicht vom „genauso machen“. Vor allem bei einem geschätzten Termin 2012/2013. Da haben wir dann 8 Jahre lang WoW ertragen müssen. Da kann ich doch nicht hergehen und eine „SF-Kopie“ von WoW erzeugen.

Wenn ich aber schon eine „SF-Kopie“ erstelle dann muß ich mich doch auch zumindest einer Sache vom Original unterscheiden. Im Rest der Welt passiert das sehr sehr häufig über den Preis. Bei den MMOs tut sich sehr wenig beim Wettbewerb. Und wenn ich jetzt auch noch höre daß man „sich am Standard“ orientieren will dann kann ich auch weiterhin nicht erkennen wie hier irgendwann einmal ein funktionierender Markt entstehen soll.

Dumm geboren und nichts dazu gelernt“ möchte man den Anbietern von MMOs da zurufen.

Luna

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5 Kommentare

Eingeordnet unter SW:ToR, World of Warcraft

5 Antworten zu “Dumm geboren

  1. Verdammt

    Hallo,

    naja, 13 € im Jahr 2013 sind 26% weniger als die 13 € von 2005, die Blizz nimmt (bei einer Inflation von 3%).

    Andererseits gibt es auf Märkten eben verschiedene Arten von Wettbewerben. Den Preis- und den Produktwettbewerb.

    I.A. findet der Preiswettbewerb bei homogenen Gütern statt. Gibt es keine homogenen Gütern (wie eben bei MMO), haben die Anbieter die Möglichkeit, über Features um den Kunden zu werben. Dies als „schlechteren“ Markt ggü. einem Markt mit Preiswettbewerb hinzustellen halte ich für übertrieben.
    Die Frage, die man sich ja dann stellen muss: wieviel bin _ich_ bereit, für ein bestimmtes MMO zu bezahlen. Liegt dieser persönliche Reservationspreis über dem monatlichen Preis des MMOs, dann schlägt man zu, ansonsten lässt man es sein.

    Also ist die Frage des Preises insofern nebensächlich, sofern nicht bekannt ist, welche Features geboten werden. Das hier ist also alles reine Spekulation und Panikmache.

    Gruß,
    Verdammt

  2. Kheldan

    Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich SW:TOR an WoW orientieren wird. Wenn es nur die Abo-Gebühr ist, dann habe ich damit kein Problem. Denn persönlich finde ich eine Abo-Gebühr immer noch das beste Zahlsystem für ein MMO. Item-Shops lehne ich aus prinzipiellen Gründen ab.

    Wahrscheinlich werden sie bei SW:TOR aber leider nicht drum herumkommen vieles im Spiel ähnlich zu machen wie in WoW. Das Problem ist einfach, daß da eine ganze Generation MMO-Spieler mit WoW groß geworden ist (man könnte auch sagen: durch WoW und sein anspruchloses Gameplay versaut wurde). Die werden alle verschreckt reagieren, wenn ein neues Spiel anspruchsvoller, zeitaufwendiger und schwieriger wird als „ihr“ WoW.

  3. Myself

    Zurufen möchte ich den Verantwortlichen da nur eins, vielleicht überzeugt ihr so eure Investoren, eure Kunden werden euch aber genauso abstrafen wie jene von Vg, AoC, usw.

  4. Goa

    @Myself

    Waren das nicht eher die Spiele die unbedingt alles anders machen wollten als WoW und jetzt genau wieviele aktive Spieler haben ?

  5. Tanandra

    Nun ja.. Lieber Monatsbeiträge als Mikrozahlungen für jede Waffe/Level/Kraft.

    Und nun.. WoW ist nun mal wegen des einfachen Systems so groß geworden.

    SW.TOR kann evtl noch auf die von SWG vergnatzten Star Wars – Fans zurückgreifen…