Da trennen sich Wege

Turbine hat für DDO in den US das Ende des Abo-Modells und die Einführung des Item-Shops angekündigt. Codemasters wird sich für die EU-Kunden dieser Änderung jedoch nicht anschließen. Ich vermute an dieser Stelle ist das Ende der Zusammenarbeit zwischen den beiden Firmen für DDO absehbar.

Mit-ausschlaggebend für die Entscheidung von Turbine dürfte der Erfolg von SOEs „freerealms“ sein daß in den USA jetzt wohl den Zeitenwechsel hin zum Item-Shop auslöst. Die Akzeptanz des „weichen“ Shop-Systems hat in der USA deutlich zugenommen. Anders in Europa. Wegen der Weigerung von SOE seine Produkte grundsätzlich mit einer brauchbaren Lokalisation auszustatten (siehe Vanguard) ist SOE auf dem EU-Markt faktisch nicht vertreten. Innovation durch SOE werden dadurch auch weitgehend nicht wahrgenommen. Der EU-Markt ist am Ende deutlich mehr durch das Monopol des Einäugigen geprägt als der US-Markt.

Codemasters hat selber mit „Archlord“ ein eigens f2p MMO. Die werden sich mit einem f2p-DDO kaum selber Konkurrenz machen wollen. Sie müssen aber damit rechnen daß ein Teil der engl.sprechenden Kunden in die USA abwandert. Für die franz./deut./ital. sprechenden Kunden gibt es diese Option nicht weil die Sprachpakete von Codemasters und nicht von Turbine sind. Trotzdem denke ich daß die Abwanderung der engl. Kunden ausreicht um dem EU-DDO den Todesstoß zu versetzen.

Mittelfristig gehe ich davon aus daß es nur noch ein f2p US-DDO ohne Lokalisation geben wird und daß Codemasters aus wirtschaftlichen Gründen das EU-DDO einstellen wird.

Luna

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