32 Programmierer

Bei den Zahlen von der GDC gibt es neben den Informationen zu den unzähligen Fehlern im Spiel noch weitere Lacher. Mehr als 4600 Mitarbeiter hat der Monopolist – davon sind 30 leitende Angestellte und 32 Programmierer.

Nur 32 Programmierer ?

*staunen*

Das kommt mir bei angeblich 5,5 Mio Zeilen Programm Code vergleichsweise wenig vor – insbesondere wenn ich mir die Zahl der „Häuptlinge“ anschaue. Kein Wunder daß das Programm in so einem miesen Zustand ist. Wie hoch ist die Fluktuation bei den Jungs ? Wie lange dauert die Einarbeitung in das Programm ?

Andererseits sieht man bei der Verteilung des Personals daß der SchneeSturm schon lange keine EDV-Firma mehr ist – die sind schon lange ein Dienstleister auch wenn ich Zweifel habe daß mehr als 10 Leute eine Vorstellung davon haben was ein Dienstleistung ist.

Was allerdings kein Einzelfall ist – auch hier in den Kommentaren gibt es häufig Ansichten die den Kunden als Problem wahrnehmen anstatt als denjenigen der den Programmierern ihre überhöhten Gehälter bezahlen.

Scheinbar ist der MMO-Markt ein Markt der Monopole bei dem der alte Monopolist nur durch einen Neuen abgelöst wird. Dann erwarte ich daß demjenigen das Kunststück gelingt der das Prinzip der Dienstleistung als erster verinnerlicht und entsprechend umsetzt. Das kann allerdings noch lange dauern.

Kundenorientierung und EDV scheinen mir von Hause aus ein Antagonismus Marx’scher Interpretation zu sein.

Luna

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3 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

3 Antworten zu “32 Programmierer

  1. Goa

    Also ich bekomm immer mehr den Eindruck das du nicht so wirklich in der Materie drinn bist 😉

    32 tatsächliche Programmierer ist ne ganze Menge Holz. Der Hauptteil eines Spiels wird ja nicht direkt programmiert, sondern über Tools welche von den Programmieren hergestellt werden erstellt, so steht es ja auch im Text. Dazu setzt sich dann der Gamedesigner, Animator oder sonstwer hin, und kann mit diesem WoWEdit sämtliche Parameter des Spiels, von der größe der Taurenhufe bis zur Häufigkeit der Kröten in den Gewässern Dalarans alles einstellen was er will.

    Nur bei tatsächlich neuem Content, der so noch nicht irgendwo im Spiel vorkommt muss etwas neu programmiert werden, alles andere können die Gamedesigner und Konsorten über die Bearbeitung mit vorhandenen Tools einstellen.

    Und natürlich bei Bugs, wobei auch hier ein großteil der Bugs nicht unbedingt aus tatsächlichen Codefehlern besteht an denen wirklich der Programmierer was drehen muss…

  2. „Kein Wunder daß das Programm in so einem miesen Zustand ist.“

    Ich glaub manchmal, du spielst ein völlig anderes WoW als ich. Ok Dalaran ruckelt und ist scheiße programmiert, aber wieso ist das Spiel denn in so einem miesen Zustand? Ist doch jetzt nicht so, dass es dauernd abstürzen oder sonstige Späßchen anstellen würde. Da gibts ganz andere Spiele da draußen, vor allem Warhammer war auf meinem Rechner (der zwar mit seinen fast 3 Jahren schon ein Greis ist, aber dennoch auch aktuelle Titel sauber zum laufen bekommt) fast unspielbar vor lauter Rucklern – und es sah generell nicht hübsch aus.

    Unter „in einem miesen Zustand“ verstehe ich etwas völlig anderes. Bisher habe ich vielleicht maximal 5 verbuggte Quests und einige Anzeigefehler entdecken können, die mich wirklich heftig gestört haben (und ich spiele seit Anfang 2007), unspielbar war WoW bei mir nie.

    Es gibt wirklich schlimmeres da draußen, gerade bei Offline-Spielen diese unsäglichen „Releaseday-Patches“ im dreistelligen Megabyte-Bereich, ohne die das Spiel nicht mal 3 Minuten lang läuft. DAS nenne ich mies.

    Just my 2 cents und so 😉

  3. Dalaran würde ich nicht den Programmierern anlasten sondern den Entwicklern:

    https://lunahexe.wordpress.com/2009/02/27/dalaran-oder-das-dummst-mogliche-stadtdesign/

    Warhammer (Ausnahme Altstadt) lief bei mir stressfrei und sah … leicht 1 Mio mal schöner aus als WoW. Lotro läuft bei mir sowieso stressfrei. Was richtig mies bei mir läuft ist Vanguard – aber die Unterschiede zwischen Vanguard und WoW sind kleiner geworden seit 2007.

    Zu Offline-Spielen kann ich wenig sagen – wegen DRM, Kopierschutz und Online-Zwangs-Aktivierung kaufe ich weitgehend keine mehr. Das ist bei mir ähnlich wie bei Musik-CDs die ich aufgehört habe zu kaufen als die Musik-Industrie anfing die Kunden zu schikanieren.

    Luna