usk18 für WoW, mal wieder

Und erneut gibt es Berichte wonach deutsche Behörden ein usk18 für WoW prüfen. Ich selber hatte in der Vergangenheit immer für eine solche Lösung plädiert weil ich mir eine deutliche Verbesserung des Spielerlebnisses verspreche – und im Einzelfall zB bei den Folterquests das gegenwärtige usk12 mehr als nur für unangemessen halte.

Daß die zitierten Bundesländer Bayern und Niedersachsen ihr Ziel erreichen werden halte ich für unwahrscheinlich, schon weil ich die dafür nötwenige Kompetenz nicht erkennen kann.

Dabei wäre die Lösung doch so einfach – sicherstellen daß das Addon#3 kein usk12 mehr bekommt – dann habe ich das faktisch auch für die Grundspiel erreicht ohne daß ich dort die wohlwollende usk12 in Frage stellen oder gar rückwirkend entziehen muß. Habe ich ein usk18 für das Addon#3 erreicht dann habe ich schon die halbe Miete um auch das Grundspiel nachträglich neu einzustufen – spätestens wenn es Kombi-Produkte von Grundspiel mit Addon gibt die für sich wieder eine neue usk-Wertung brauchen.

Also die Gestaltungsmöglichkeiten für unsere „fähigen“ Politiker wären durchaus da – wenn sie denn wirklich wollten. Aber vielleicht handelt es sich sowieso nur um eine Phantomdiskussion um die eigene Klientel zu beruhigen. Wenn es so sein sollte dann wird die „Prüfung“ durch die Bundesländer Ergebnislos verlaufen und WoW wird noch bei seinem 10ten Addon in 20 Jahren sein usk12 bekommen.

Luna

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7 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

7 Antworten zu “usk18 für WoW, mal wieder

  1. Goa

    Wieso oft liegen Theorie und Praxis bei dir aber leider weit auseinander. Die USK ist eine unabhängige Institution und nicht an Weisungen aus der Politik gebunden, sondern trifft die Entscheidungen über die Einstufung …

    ——Moderation Ein ——-
    An der Stelle STOP weil es objektiv falsch wird.

    1. ist die usk eine GmBH wie zB die „Adam Opel GmBH“ auch – die wollen Gewinne erwirtschaften und machen nichts anderes als „usk-Aufkleber zu verkaufen“.

    2. die usk trifft keine Entscheidungen zur usk-Einstufung. Hört sich erstmal bescheuert an – ist aber so. Da habe ich selber eine recht sinnfreie Erkläung der guten Frau Hermighaus vorliegen die da ausdrücklich Wert drauf legt weil die „Alterskennzeichnung ein hoheitlicher Verwaltungsakt ist“. Weil es aber ein ebensolcher ist können (könnten) Verwaltungseinheiten wie die Bundesländer sehr wohl Einfluß nehmen – wenn sie es denn hinbekommen würden.

    Luna

  2. Goa

    Du hast recht es ist ein hoheitlicher Verwaltungsakt, welcher aber VON der USK ausgeführt wird, daher ist von aussen da keine Einflussnahme möglich, außer durch gezielte Besetzung des Expertengremiums vielleicht nocht. Aber es kann sich kein Politiker hinstellen und sagen „Bitte das WoW Addon erst ab 18 freigeben“ und die USK wird das dann so umsetzen, weil sie eben nicht Weisungsgebunden sondern unabhängig ist. Solange also kein Gesetz existiert welche die Alterseinstufung der USK nach genauen Kriterien regelt oder aushebelt wird es immer im gewisser Weise im Ermessen der Tester liegen für welches Alter ein Spiel freigegeben wird.

  3. NEIN – wird er nicht !

    Der „hoheitliche Verwaltungsakt“ wird ausgeführt von den obersten Landesjugendbehörden. Das sind Mitarbeiter der gleichen Bundesländer die ein usk18 für WoW fordern.

    Die Mitarbeiter der Bundesländer sind gebunden an die Weisungen der Bundesländer. Anstatt sich für eine rückwirkende Änderung eines Verwaltungsaktes zu engagieren würde es reichen ein anderes Ergebnis des Verwaltungsaktes für das Addon#3 zu erreichen – wenn man das denn wollte.

    Luna

  4. Goa

    Seh ich nicht so, laut Wikipedia erfolgt die Einstufung der Altersfreigabe wie folgt:

    „Ein Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden (OLJB), die federführend für den Jugendschutz sind, wirkt in den Gutachtergremien der USK mit und erteilt auf dieser Grundlage die Altersfreigaben. Die Gutachterinnen und Gutachter sind unabhängig.“

    Die Erteilung der Altersfreigabe erfolgt zwar durch die OLJB, aber auf Grundlage der Wertung durch die USK.

    „Die obersten Landesbehörden können ein gemeinsames Verfahren für die Freigabe und Kennzeichnung der Filme sowie Film- und Spielprogramme auf der Grundlage der Ergebnisse der Prüfung durch von Verbänden der Wirtschaft getragene oder unterstützte Organisationen freiwilliger Selbstkontrolle vereinbaren.“

    Wie immer ist der Gesetzestext nicht 100% ig eindeutig, aber die möglichkeit einer anderslautenden Freigabe als von der USK vorgegeben ist laut §14 JuSchG nicht vorgesehen.

  5. Ich halte mich an die Erklärungen die ich von der usk bekommen habe. Die bestreiten massiv irgend etwas mit der Einstufung zu tun zu haben.

    Luna

  6. Goa

    Also das wär nun wirklich mutig von der USK zu behaupten nichts mit der Alterseinstufung von Spielen zu tun zu haben 😉

  7. Macht insofern Sinn weil es am Ende um Betriebshaftung geht – die usk haftet nicht weil sie nur „Infrastruktur zur Verfügung stellt“.

    Mache Dir mal den Spaß und schreib denen einen Brief, tue so als wärst Du Elternteil und wolltest Schadenersatz wegen einer zu niedrigen Alterseinstufung bei einem „Killerspiel“ und schau dir die Reaktion von denen an …

    Luna