Klassen

Bei den Klassen gibt es nur 2 Möglichkeiten – entweder es gibt Unterschiede oder es gibt keine. Gibt es keine Unterschiede bei den Klassen dann sind die Klassen sinnlos.

Gibt es Unterschiede dann gibt es auch Situationen in denen manche Klassen bei gleicher DPS trotzdem sinnvoller als andere. Ich selber hatte einst die Ehre bei einem CD-Twink run gefragt zu werden ob ich mit meinem T4-Tankadin nicht die Wellen in Hyjal tanken möchte. Auf meine Antwort „ich bin nur T4“ kam die sinngemäße Antwort „aber wir sind CD“. Und mit entsprechend viel Overheal und Battle.rezz hat es auch sehr gut funktioniert. Derartige Situationen gibt es immer und ich frage mich ob das derzeitige „bring the player, not the class“ Konzept wirklich so sinnvoll ist.

RPG heißt doch daß ein 90jähriger mit Arthritis einen Adonis-Char spielen kann der vor Kraft und Beweglichkeit kaum laufen kann. Habe ich nur Schein-Unterschiede dann bin ich im RTS mit Standard-Steinen bei dem ausschließlich die Leistung des Spielers zählt. Auch so ein MMO kann wahrscheinlich erfolgreich sein – es ist nur kein MMORPG mehr.

Klare Unterschiede bei den Klassen führen automatisch zu Situationen in denen manche Klassen nützlicher sind als andere. Bei einem intelligenten Spiel-Design verhindere ich Situationen bei denen für jeden Boss der Raid neu gemischt wird.

Überwiegt der Spielspaß der Kunden dann ist es egal ob das Setup „optimal“ ist – dann steht das gemeine Erleben des Spieles im Vordergrund.

Luna

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12 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

12 Antworten zu “Klassen

  1. und ich frage mich ob das derzeitige „bring the player, not the class“ Konzept wirklich so sinnvoll ist.
    RPG heißt doch daß ein 90jähriger mit Arthritis einen Adonis-Char spielen kann der vor Kraft und Beweglichkeit kaum laufen kann. Habe ich nur Schein-Unterschiede dann bin ich im RTS mit Standard-Steinen bei dem ausschließlich die Leistung des Spielers zählt. Auch so ein MMO kann wahrscheinlich erfolgreich sein – es ist nur kein MMORPG mehr.

    Klare Unterschiede bei den Klassen führen automatisch zu Situationen in denen manche Klassen nützlicher sind als andere.

    Das Konzept ist ein moderner Mythos.
    Ein DK erzählte mir heute, er hätte aus Langweile TDM Hero alleine gemacht – versuche das als Stoffi bzw. Priester.
    Palas können ohnehin alleine, ob ZG, TDM farmen oder Frostschlund.

    Für meinen Geschmack ist der Unterschied zwischen den Klassen klar genug – ich fühle mich regelmäßig bestraft, dass ich einen Priester gewählt habe, während andere nicht einmal darüber nachdenken müssen, ob eine Situation schwierig sein könnte.

  2. Calista

    Ich habe auch eine Priesterin (Heilerin) gespielt. Und mir war von Anfang an klar, dass sie nicht, wie die anderen Klassen, so einfach mal durch eine Ini rennen kann. Dafür ist sie halt nicht gemacht. Bei Shadow kann man geteilter Meinung sein. Aus Sicht der Fantasy-Welt finde ich Charakter mit magischen Fähigkeiten immer in der 2. Reihe. Sie haben stets Nahkämpfer als Unterstützung, welche die Feinde von ihnen fern halten. Sobald mehrere Gegner auf Tuchfühlung sind, sehen Priester/Magier alt aus.
    Das in einem Spiel umzusetzen halte ich für ziemlich schwierig, da man ja verhindern will, dass Stoffis sofort bei Feindkontakt umfallen.
    IMHO würde ich es nicht gut finden, Stoffis stärker (in den Verteidigungswerten) zu machen. Offensiv sollten sie jedoch die mächtigsten sein 😉

  3. In dem Moment, in dem ich mal wieder reingewürgt bekomme, das einige alles können und ich nichts, ist der RP-Aspekt mir total egal.
    Priester ist ein netter Twink-Char, als Main ist er nur bedingt zu empfehlen.

  4. Verdammt

    Hi,

    wobei sich durch die Änderung der Vampirumarmung auch beim Shadow einiges ändern sollte. „Verschwendet“ man nicht mehr pro Mob einen GCD für das Setzen, hat man wesentlich mehr DPS bzw. (setzt man es Standardmäßig nicht) hat man mehr Selbstheilung. Ansonsten meine ich im Priester-Forum gelesen zu haben, dass einige Shadows wohl tatsächlich TDM hero alleine gehen. Quelle dazu habe ich aber grad nicht zur Hand.

    Weiter finde ich dass „Bring the player, not the class“ Prinzip ganz gut. Es ist ja nicht so, dass alle Klassen ihren Anteil an 20 verschiedenen Spells haben, sondern es gibt eben ein paar Buffs, und die können von verschiedenen Klassen auf unterschiedliche Weise aufgebracht werden. Und diese Arten sind tlw. so unterschiedlich, dass sie am Ende nur den gleichen Buff gemeinsam haben (als Beispiel: Wichtel- vs. HP-Shout des Kriegers).

    Finde die Klassen eigentlich ganz gut designed grade, man hat überall (zumindest bei den Klassen, die ich so beobachten kann) eine klare Idee, wie die Devs sich die Klassen vorgestellt haben. Und klar, einige Klassen/Specs spielen sich ähnlich, aber insgesamt hat man doch ein breites Spektrum an unterschiedlichen Möglichkeiten, am Spiel teilzunehmen.

    Sag: wäre die Menge der Klassen in WoW alleine schon ausreichend, wenn der BloodMage auf einmal auch auftauchen würde?
    Gruß,
    Verdammt

  5. Nach meiner Wahrnehmung hat „keiner“ mehr VU benutzt … eben wegen der verlorenen 1,5sec (und der in Grund und Boden generften Heilleistung). Das war teilweise auch schon 2005/2006 so – so mancher hat den DPS-Gewinn über den Gruppennutzen von damals 35% je Gruppenmitglied gestellt.

    „Ausreichend“ beim Start eines MMO halte ich 15-20 Klassen – ohne fraktionsbezogene Spiegelklassen wie in Warhammer.

    Zum WC-BloodMage kann ich nichts sagen weil ich niemals WC gespielt habe – ich fürchte jedoch er hat außer dem Namen sehr wenig mit dem Vanguard-BloodMage gemein.

    Luna

  6. Verdammt

    Nun,

    bei VU kam es halt auf die Länge des Kampfes drauf an. In Boss-Kämpfen ja, bei Trash natürlich sinnlos. Beim Farmen nutze ich es auch nicht (da reichen ja idR SW:S+VB).

    Mit „Klasse“ meinst du aber schon Klassenrolle? Oder zählst du z.B. Prot-Krieger und Fury als selbe Klasse?
    Und meine Frage bezog sich auch eher auf den von dir häufig angesprochenen Vanguard-BloodMage. Wärst du glücklich(er), wenn dieser in WoW Einzug hielte?

    Gruß,
    Verdammt

  7. Klasse = Krieger
    Fury = Talent-Spec

    Der Vanguard-BloodMage ist für mich die beste Klasse aller Zeiten in allen MMOs. Insofern wäre ich persönlich sicherlich glücklich in jedem Spiel in dem er auftauchen würde. Würde er in WoW auftauchen hätte ich allerdings Angst daß er nach 12 Monaten auch 12 Klassenumbauten hinter sich hätte und ich ihn nicht wieder erkennen würde.

    Die Spiel-Mechanik eines WoW kennt keinen Unterschied zwischen Deff-Target und Off-Target. Da müßte man dann auf das Fokus-Ziel ausweichen um das Heil-Ziel zu bestimmen. Theoretisch machbar, ja

    In der Praxis gehört der Vanguard-BloodMage aber nach Vanguard. Und hätte es 2007 eine deutsche Loka und eine stabil laufende Technik gegeben dann wäre ich schon alleine wegen dieser Klasse in Vanguard geblieben.

    Vom Grunde her ist WoW für mich immer nur „2te Wahl“ geblieben.

    Luna

  8. Calista

    Ich muss gestehen, dass ich auch sehr enttäuscht von Vanguard war, aber nur bezüglich der Grafik-Engine. Ich habe das Spiel nie flüssig spielen können. Am schlimmsten war es in der Burg oder Schloss, im Keller oder so… einfach zu lange her… das war dann nur noch eine Diashow. Auch einige nervige Bugs haben einem das Leben erschwert. Ich erinnere mich noch, als ich auf einem Pferd in die nächste Zone geritten bin, nach dem Wechsel das Pferd in die entgegengesetzte Richtung gelaufen ist und in die alte Zone zurück ist. So konnte ich den ganzen Abend verbringen, denn nach dem Wechsel auch wieder Richtungswechsel 🙂 Ansonsten hätte mich das Spiel bestimmt länger gefesselt.

    Gruß
    Calista

  9. Das war die Unreal2.5 Engine – allerdings derart umgebaut daß Unreal sich geweigtert hat Sigil als Lizenznehmer zu nennen.

    Klassen-Design & Crafting hingegen war herausragend.

    Luna

  10. Der Wc3 Bloodmage war eher ein Mix aus Hexer und Mage mit einem Phönix als Ultimate.

    Hätte also rein gar nix damit zu tun. Finde die 10 Klassen mittlerweile eigentlich ausreichend (wobei es die ruhig schon zu Classic hätte geben können).

    LG

  11. Einerseits stimme ich Dir zu, denn ich mag das „Bring the Player, not the Class“ Konzept seitens Blizzard auch nicht.

    Andererseits erinnere ich mich an Sunwell, wo Raids ausgefallen sind, obwohl wir genug Spieler hatten, aber eben nicht die richtigen Klassen.

    Wir brauchten 4-5 Priester bei Felmyst, ebensoviel Schamis bei den Twins.

    Wildes Wechseln während des Raids war also angesagt. Waren die Klassen nicht in nötiger Anzahl vorhanden, musste der Raid ausfallen, obwohl 30 Leute da waren.

    Auch kein wirklich gutes Konzept, oder?

  12. Montbron

    Weil die Encounter an Addons, Trinkets und Standardskillungen angepasst und designt wurden.

    Klar sind spannende, innovative und auch herausfordernde Bosskämpfe schwer zu entwickeln. Aber der ewige Kreislauf Gear -> Try -> Kill -> Gear wirft auch genug Leute hinaus. Früher musste man Player suchen, heute den Raid.

    Wenn ich mir heute die Bosskampftaktiken anschaue, werd ich immer an dieses Uraltspiel The incredible machine erinnert.