Facebook

Wie bereits befürchtet wird jetzt auch der Battle.net Account mit Facebook verknüpft. So wie ich es verstanden habe werden dann die unsicheren Battle.net Account Namen (und damit Teil #1 des 2-teiligen PIN/TAN Systems) künftig weltweit via FaceBook verteilt – ohne Rücksicht darauf daß man damit der Integrität des bereits jetzt schon unsicheren WoW-Accounts weiter schadet.

Verstehen kann ich die Amerikaner an der Stelle schon lange nicht mehr. Normalerweise sollten sie doch ein sehr hohes Interesse daran haben daß ihre Kundendaten sicher sind. Schon alleine weil es einen Haufen Arbeit macht (und damit auch ordentlich Geld kostet) einen kompromittierten Account wieder zu reparieren.

Außerdem ist FaceBook schon recht deutlich im Visier deutscher Behörden. Theoretisch sollte auch der Einäugige kein Interesse daran haben selbst in diesen Fokus zu geraten. Die Umfrage bei Gamona.de zu dem Thema zeigte außerdem bei mehr als 3/4 der Kunden eine kritische Einstellung zu der Verknüpfung. Vom Grunde her verprellt man damit nur weiter seine EU-Kunden.

Allerdings ist das Konzept wohl seit einiger Zeit abgesegnet und wird jetzt ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste durchgeprügelt. „Selber schuld“ sage ich da nur. Es sind die kulturellen Unterschiede für die die Amerikaner so wenig Gespür haben und mit denen sie hier in Europa so deutlich anecken.

Mal wieder halte ich die Entscheidungen die in Irvine getroffen werden für einen schweren Fehler.

Luna

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9 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

9 Antworten zu “Facebook

  1. Wenn es wirklich so kommt wird das wohl auch für viele leute ein grund sein sich überhaupt keinen battlenet account mehr zu zu legen, egal ob für wow, sc2 oder diablo3 …

  2. Soweit ich es verstanden habe, werden doch nur die Daten derjenigen veröffentlicht, die einen Facebook-Account haben, oder?
    Ich habe mich damit nicht beschäftigt, weil ich keinen Facebook- / VZ – Account habe.

  3. Anne

    Man kann seinen Account mit Facebook verknüpfen, man muss aber nicht.

  4. Zum einen betrifft es nur Facebook-Nutzer, und von denen nur die, die das auch installieren (das gibt es bereits in einfacher Form), und für das Verfahren wird bei Facebook nicht die Information zum Account hinterlegt, das funktioniert anders.

    http://de.wikipedia.org/wiki/OpenID und http://de.wikipedia.org/wiki/XRDS wären die passenden Stichworte, grob gesagt wird einmal von Facebook aus eine Anfrage beim Blizzard-Server gestartet, die in einem getrennten Fenster von Blizzard kommend (mit SSL-Verschlüsselung, das entspricht dem normalen Web-Login im Arsenal momentan) bestätigt werden sollte. Wenn das geklappt hat, bekommt Facebook einen ID, mit der bestimmte Daten abrufbar sind, und mit denen sich dann der Facebook-Server bei Blizzard melden kann und Zugriff auf bestimmte Daten hat.

    Es fällt mir relativ schwer, hier eine Gefahr für die Kompromittierung zu sehen, das ist genauso, wie ich aus der Angabe meiner Email-Adresse hier im Feld oben und der Fishing-Mail von einem Accountklauer heute Mittag einen Zusammenhang bilden könnte, der ist auch nicht unbedingt gegeben. (ja, ich weiss, der Zusammenhang ist dahingehend gegeben, dass die Web-Adresse veröffentlicht wird, und da ist dann die Email-Adresse lesbar angegeben)

  5. ok…das sind doch postitive nachrichten und ich kann aufhören zu hyperventilieren^^

  6. Eine „optionale“ Lösung bei Blizzard ?

    … sry …

    Das hätte ich mir schon LANGE gewünscht zB bei den Arsenal.Daten.

    Das glaube ich erst daß es optional ist wenn es fertig ist.

    Luna

  7. kheldan

    Es soll noch Leute ohne Facebook-Account geben 🙂

    Also kann ein solches Angebot nur optional sein, denn Blizzard kann ja wohl schlecht fordern daß die Spieler einen Facebook-Account anlegen [b]müssen[/b]

  8. man kann ja auch übertreiben luna 😦

  9. Also noch einmal zur Erklärung:

    Ich sehe FaceBook deshalb so kritisch weil die den gleichen schweren Fehler gemacht haben und für die Kunden-ID die email@adresse verwenden anstatt eines Kunden-Nicks. Was schließlich auch möglich gewesen wäre.

    Zu allem Überfluß tritt FaceBook dann auch noch als „email-Verteil-System“ aus bei dem sich Spammer nur bedienen müssen.

    Ich kann auch nicht sehe daß das ähnlich wie OpenID funktioniert. Wenn Blizzard hätte OpenID unterstützen wollen dann hätten die das tun können.

    Ich halte Systeme bei denen email@Adressen als Kunden-ID verwendet werden für grundsätzlich problematisch. Die Verknüpfung solcher System erst Recht.

    Luna