Zu spät

Beim Preis zu Lego Universe fällt mir auf daß diese über den Preis in einen Wettbewerb zum Monopolisten gehen, mit einem Monatspreis von 9,99 Euro. Das ist sehr löblich schließlich gibt es Wettbewerb über den Preis auch in anderen Branchen aber leider viel zu spät. Das hätte in den letzten 5 Jahren dem einen oder anderem Blinden der mit seinem Produkt auf diesem Markt aufgetreten ist gut getan wenn sich daran ein Beispiel genommen hätte.

Im Einzelfall kann ein niedrigerer Preis sogar höhere Gewinn bedeuten wenn nämlich meine Server besser ausgelastet sind oder ich bessere Preise für meine installierte Hardware bekommen. Ganz zu schweigen von den Kosten für die Server-Merges die sich ggf. hätten vermeiden lassen.

Aber jetzt haben wir Mai 2010 und ich glaube nicht daran daß nochmal ein Produkt mit einem Abo-Preis ein Erfolg wird. Der läßt sich zunächst auch ganz einfach definieren – ein Produkt daß seine Entwicklungskosten nicht wieder einspielt das ist ein Flop. Davon haben wir in den letzten Jahren einige gesehen. Diejenigen die es in der Zwischenzeit tatsächlich geschafft haben sollten das sind Nischen-Produkte geblieben auf diesem Markt den der SchneeSturm dominiert. Ich kann nicht sagen wie sich dieser Markt anders entwickelt hätte wenn man sich vor Jahren auf Wettbewerb über den Abo-Preis eingelassen hätte.

Aber ich würde jedem der seine Entwicklungskosten wieder haben will abraten auch weiterhin auf das Abo-Modell zu setzen – dafür ist es lange zu spät …

Luna

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6 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

6 Antworten zu “Zu spät

  1. Ich glaube, dass sich zukünftig vor allem Rollenspiele nurnoch über Abos rechnen werden.
    Denn es geht hierbei ja darum die Spiele über Jahre an ein Produkt zu binden.
    Nur sind die Kosten für weitere Patches, Serverwartung, Service, neuer Content einfach kaum kalkulierbar geschweige denn über den Kaufpreis wieder rein zu holen.
    Ich habe lange GildWars gespielt, hab mich am Ende dann aber doch wieder für WoW entschieden weil ich dort einfach das Gefühl habe es wird noch etwas im Hintergrund getan, klar ist nicht jeder Patch ein Meisterwerk, aber zumindest kommt immer wieder neuer Content und der Langzeitspielspaß bleibt erhalten.
    Bei den meisten anderen ist man nach ein paar Wochen/vllt Monaten am Ende der Fahnenstange angekommen und warum sollte ein Entwickler jetzt nochmal Geld in die Hand nehmen um mir was neues zu bieten?Gekauft hab ich das spiel ja schon.

  2. Ich glaube, dass sich zukünftig vor allem Rollenspiele nurnoch über Abos rechnen werden.

    mal abwarten, bis jetzt sind alle publisher die auf ein abo gesetzt haben nicht sehr erfolgreich gewesen (vielleicht bis auf LOTRO, und da auch nur mäßig), bei den anderen spielen habe ich nicht den tiefen eindruck.
    wenn ich mir ROM oder GW anschaue, da sieht es im allgemeinen schon anders aus.
    bei p2p-spielen rechnen doch die publisher/entwickler dass min. X leute monatliche kosten entrichten ansonsten lohnt das spiel nicht.
    wie sollen die publisher da bei f2p spielen rechnen? so etwas: wir machen einen shop und hoffen dass X leute das vollkommen überflüssige pferd kaufen?
    ein spiel (meine meinung) sollte durch den packungsverkauf die entwicklungskosten einspielen, nicht durch die monatlichen kosten.

    bei vielen singleplayer spielen muss es doch so sein, wieso nicht auch bei mmorpgs?

  3. Entwicklungskosten einspielen ..Ok da geh ich mit
    aber es fallen ja darüber hinaus zumindest im OnlineSpiele Sektor noch massiv weitere Kosten an und die kann man nunmal nicht über den reinen verkaufspreis mitbezahlen
    um Lunas gelibten Vergleich mit der Autoindustrie wieder zu benutzen:
    dann müsstest du beim Autokauf Versicherung, Reperaturen, Benzin, und und und direkt beim Autolauf für die nächsten x Jahre mitbezahlen, wobei da ja nichtmal abzusehen ist wie lange du das Auto fahren willst und wie sehr du es beanspruchst.
    Wenn man das machen würde würde lägen Fahrzeugpreise wohl bei 100000 euro aufwärts und niemand würde sich überhaupt noch eins kaufen.
    gleiches bei Spielen, um wirtschaftlich zu bleiben müssten die Verkaufserlöse die Entwicklung bei weitem überschreiten, d.h. entweder das SPiel wird sau teuer (und damit wahrscheinlich kaum gekauft) oder man spart an der Entwicklung.

  4. …aber es fallen ja darüber hinaus zumindest im OnlineSpiele Sektor noch massiv weitere Kosten an und die kann man nunmal nicht über den reinen verkaufspreis mitbezahlen.

    die einzigen kosten die mir hier einfallen sind die serverkosten inkl. allen extras.
    und vielleicht war das früher so, dass server extrem teuer waren aber mittlerweile ist es ja so, dass diese kosten eher niedrig ausfallen.
    und um bei dem auto vs spiele vergleich zu bleiben, hast du keine andere kosten um ein spiel zu spielen ausser dem spielkauf?

  5. beasti23 fabuliert

    aber es fallen ja darüber hinaus zumindest im OnlineSpiele Sektor noch massiv weitere Kosten an und die kann man nunmal nicht über den reinen verkaufspreis mitbezahlen

    Es hab sich aber schon herumgesprochen daß es Anbieter gibt die auch auf LTA (Life Time Abo) setzen und daß es sehr wohl Kalkulationen gibt wie man das Monats-Abo ersetzen kann, oder ?

    Falls nein
    https://lunahexe.wordpress.com/2010/05/12/lotro-lta/
    bitte nachlesen 🙂

    Die Kosten eines MMO sind die gleichen Entwicklungskosten wie sonst auch. Nur bekommen die Entwickler bei einem MMO ein sehr deutliches Feedback wie gut ihr Produkt beim zahlenden Kunden ankommt – was halt häufig schlecht ausfällt. Bei einem Offline Spiel brauchen sie ihre Unfähigkeit nicht einzugestehen sondern schieben es auf „Raubkopierer“ oder ähnlichen Unsinn.

    Anstatt daß sie einmal einräumen würden daß ein Großteil der Software die auf den Markt geworfen wird einfach nur Schrott ist.

    Luna

  6. Hallo Luna,

    wollte Dir auch mein letztes Blogstöckchen zuwerfen:

    http://ao-lai.blog.de/2010/05/18/handelsblog-spieleentwickler-ingame-wirtschaft-herumfuschen-tagen-brachte-nomadenseele-beitrag-thema-wow-kaufmount-8616031/

    Viele Grüße,

    Yitu

    PS: Ich denke wir werden auch in Zukunft Abo-Modelle am Markt sehen.