Lupus

Der gute Calaelen hat mit seinem Dr.House & Lupus Beitrag ordentliche Wellen verursacht. Was wohl auch daran liegt daß er scheinbar den Beitrag nicht erst ein paar Tage hat „reifen“ lassen sondern in vollem Frust sich Selbigen von der Seele geschrieben. Was ja auch immer einmal gefährlich sein kann.

Richtig ist sicherlich daß Raidleiter ein sehr sehr undankbarer Job ist – noch undankbarer als der eines Gildenleiters. Die Hauptfrage dabei ist „wie wichtig ist mir der Progress ?“ Muß ich wirklich jeden Kasper mitnehmen nur weil er 10% mehr DPS aus seinem Char herausholt als der Nette von Nebenan ? Nicht jeder Kasper erweist sich auch vom ersten Tag an als eben solcher. Manche lassen erst die Sau heraus wenn sie ein Forum bekommen in Form eines 2ten Kaspers der alleine auch völlig ungefährlich ist. Zusammen aber … werden sie zum Problem.

Lösen kann man solche Probleme nur durch soziale Kompetenz. Die auch einem Dr.House fehlt. Das mag in einer TV-Serie noch lustig sein. Aber im RL wie auch im WoW wird es sehr schnell unlustig. Blizzard hat Strukturen geschaffen die asoziales Verhalten fördern. Da hätte man sicherlich vieles anders machen können wenn man denn gewollt hätte.

Der Monopolist aber wollte kein Spiel mit sozialen Strukturen …

Luna

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6 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

6 Antworten zu “Lupus

  1. Take

    Da sag´ ich doch ´mal ein 100%iges /sign!
    Grüße

  2. Die Hauptfrage dabei ist „wie wichtig ist mir der Progress ?“ Muß ich wirklich jeden Kasper mitnehmen nur weil er 10% mehr DPS aus seinem Char herausholt als der Nette von Nebenan ?


    Das ist doch inzwischen die allgemeine Mentalität: Was kümmert mich der Charakter, solange die DPS stimmt? Das geht soweit, dass einige Spieler, die sich als top einstufen (und vielleicht auch sind), meinen nicht mehr einen Ansatz von Sozialverhalten an den Tag legen zu müssen. Ich gehe inzwischen lieber mit Leuten los, die eben nicht so erfolgreich sind, dafür aber was taugen.

    Ist im RL doch genauso: Ich habe lieber mit Leuten zu tun, die mittelmäßig, aber dafür verträglich sind, als mit welchen, die vor lauter Arroganz kaum laufen können.

  3. Durch gewisse Tendenzen ging das soziale Miteinander in WoW im Laufe der Zeit vor die Hunde und in diesem Fall tun mir die Hunde leid!

    Möglichkeit 1 ist nun, auf den Arschlochzug aufzuspringen…garantiert Erfolg und Anerkennung beim Niveaubodensatz der Community.
    Möglichkeit 2 wäre das suchen und finden anderer Leute, die ebenso denken. Denn dass sowas möglich ist, wird oft genug bewiesen…man muss nur suchen.

    Wobei Möglichkeit 2 wesentlich schwerer ist als Möglichkeit 1.

    Und durch diese ganze Itemfixiertheit mit Gearcheck, Gearscore, Penismeter, Spreadsheets für Skillungen und Rotationen und so weiter verliert die große Masse der WoW-Süchtlinge ein Ziel des Spiels aus den Augen: SPASS!
    Das eine führt zum anderen und am Ende ist keinem geholfen. Man sitzt dann da und fragt sich, was es einem gebracht hat, sich in einem SPIEL den Arsch für VIRTUELLE Gegenstände aufzureißen. Nüschts!

    Aber ich bezweifle, dass sich dieser Trend aufhalten oder umkehren lassen wird. Wenn man schon sieht, dass Spiele/-reihen, die vormals anders waren, nun auch dem WoW-Itemgeilheitssystem nacheifern (AoC, GW2)…tjoa…traurig :-/

  4. Durch gewisse Tendenzen ging das soziale Miteinander in WoW im Laufe der Zeit vor die Hunde und in diesem Fall tun mir die Hunde leid!
    Möglichkeit 1 ist nun, auf den Arschlochzug aufzuspringen…garantiert Erfolg und Anerkennung beim Niveaubodensatz der Community.

    – Da spricht der Experte, wer könnte es besser als du einschätzen und beherzigen ^^.

    Möglichkeit 2 wäre das suchen und finden anderer Leute, die ebenso denken. Denn dass sowas möglich ist, wird oft genug bewiesen…man muss nur suchen.

    – Nur sollte man dabei nicht eine Gilde nach der anderen verschleissen 😛 .

  5. Ich kenn das Problem aus meiner Gilde auch
    wie Luna schon sagt Raidleiter ist ein undankbarer Job…einerseits wirst du verantwortlich gemacht wenn der Raid verkackt weil du wieder die 2 movementkrüppel mitgenommen hast aber andererseits sind es die beiden die sich jedesmal wieder anmelden, beim questen helfen und und und..
    am Ende muss wohl jeder die Entscheidung treffen was ihm wichtiger ist
    aber Blizzard die Schuld am Egowahn der Spieler zu geben find ich falsch, denn es gibt auch immernoch genug Gilden die Erfolg und ein gutes Raidklima haben
    auch wenn es weniger werden

  6. Sel

    Den letzten Absatz von beasti23 möchte ich unterstreichen. Klar, ich spiele schon lange kein WOW mehr und habe nicht den Einblick, aber Blizzard die (Haupt-)Schuld geben an dem Problem „Soziale Interaktion im Spiel“ finde ich doch etwas krass. Auch in anderen MMORPGs haben Raid-Leiter Burnouts, zerkrachen sich Gilden, gibt es Spieler, die viel beitragen, hilfsbereit sind und für gute Laune sorgen, und auf der anderen Seite asoziale Egomanen. Wer hauptsächlich damit beschäftigt ist, den Spielcontent möglichst rasch auszureizen, verliert vielleicht aus den Augen, wie wichtig der Faktor Mensch ist und die Stimmung, das Zusammenhaltsgefühl in der Gilde. Darauf baut aber mMn alles andere auf.