Leech – Lich

In der Literatur gab es den Vampir zwar vor dem Lich aber in den RPGs gab es den Lich (und darauf aufbauend den „leech“-Effekt) vor dem Vampir – was wohl auch dem Umstand geschuldet ist daß es so wenig Vampir-RPGs gibt 🙂

Aber 2010 bei den RPGs kennen wir in der Zwischenzeit 3x „Grundtypen“ nämlich:

Lich/Leech und dazugehörige Zauber/Talente wie „live tap“
Blutmagie
Vampir (Umarmung)

Anlegen kann ich eine solche Klasse grundsätzlich als alles (Tank, DD, Heiler, etc.) Aber als Passiv-Heiler habe ich nur 2 Klassen gesehen. Den Classic-WoW-Shadow der wohl während der WoW-Alpha versehentlich entstanden ist und 2005/2006 ein Gruppen-Halbheiler war sowie der Vanguard-Blutmagier das sich am WoW-Shadow orientiert hat und ein sehr guter Voll-Heiler war. Vanguard wurde „vorsätzlich“ gegen die Wand gefahren und aus WoW wurde (und wird, demnächst kommt mit Catakäse der nächste Nerf) der Passiv-Heileffekt wieder herausgenerft.

Schade eigentlich !

Da beklagen sich irgendwelche besoffenen Entwickler immer es gäbe nicht genug „einzigartige“ Klassen und sehen gar nicht daß es ihre Fehlentscheidungen und ihr beschränkter Horizont ist die „zu den wenigen Klassen“ führen. Der „Spieler-Skill“ hat nur begrenzt in einem RPG etwas zu suchen. Es ist das (einzigartige) Klassendesign daß die Kunden am RPG bindet und ihnen die Möglichkeit gibt etwas ganz anderes zu sein.

Und was gibt es schöneres als Montag morgen auf die Arbeit zu kommen und sagen zu können „gestern war ich wieder mit meinem Blutmagier erfolgreich“ ?

Luna

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12 Kommentare

Eingeordnet unter Vanguard, World of Warcraft

12 Antworten zu “Leech – Lich

  1. In der Literatur gab es den Vampir zwar vor dem Lich


    *Räusper* – die Aussage ist grottenfalsch.

    Eine andere Idee, die bis in die Folklore des Nahen Osten verbreitet ist, ist die, dass der Lich durch das schwierige Studium der schwarzen Magie dem Tod entronnen ist. Eine Methode, die Unsterblichkeit zu erreichen, ist zum Beispiel, die Seele in einem Glas zu bewegen (das in der Regel in einer großen Festung versteckt ist). Dies war auch eine Methode im alten Ägypten, Pharaonen zu begraben. Dies würde bedeuten, dass man die Wurzeln des Lichs bis ins alte Ägypten zurückverfolgen könnte. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass die Mumie für die alten Ägypter den Zweck hatte, den Seelen einen Platz zu bieten, an den sie in der physischen Welt zurückkommen konnten. So hätten sie frei zwischen der physischen Welt und dem Jenseits hin und her wandern können.

    Ostslawischen Legenden erzählen von einem mächtigen dunklen Zauberer oder Dämon, „Koschei“ der Untote, der sich dem Tod entzog, indem er seine feurige Seele in das Öhr einer magischen Nadel legte. Die Nadel ist in einem Ei, einer Ente, die sich innerhalb eines Hasen befindet, welcher in einer eisernen Kiste unter den Wurzeln einer großen Eiche auf der magischen Insel Buyan liegt. Koschei kann nur getötet werden, indem die magische Nadel zerstört wird. Dieses Bild befindet sich sehr im Einklang mit der modernen Interpretation des Lichs. Möglicherweise ist es die Kennzeichnung des „echten“ Ursprungs des Begriffs.


    Wikipedia

    In Roman Catholicism and the Church of England, the word „lychgate“ refers to a covered area at the entrance to the cemetery where the casket awaits the clergy before proceeding into the cemetery for proper burial, „lych“ being a word meaning body or corpse derived from Old English.[3]

    The underlying idea of eluding death by means of arcane study and black magic can be traced to Middle Eastern folklore,[original research?] and the method of achieving immortality by placing one’s soul in a phylactery, usually hidden in some vast fortress, is suggestive of the burial practices of Egypt.[original research?]

    Eastern Slavic mythology includes stories of a powerful dark wizard or a demon, Koschei the Deathless, who evades death by having his fiery soul placed in the eye of a magical needle. The needle is inside an egg, which is inside a duck, which is inside a hare, which is locked in an iron chest placed at the roots of a great oak tree, which is in a hole in the ground on the magical island of Buyan. Koschei can be killed only by breaking the magical needle, which is much like the phylactery of a lich. This image is consistent with the modern interpretation of the lich.

    Englische Wikipedia

  2. Ich würde nicht jeden Mist glauben der in der Wikipedia steht – das fängt schon bei Lich=Leichnam an weil ein Leichnam eben kein Untoter ist sondern das was man im engl. unter Corpse oder Body versteht ^^

    Ich quote nochmal den Teil den Du kopiert hast:
    „Eine andere Idee … Dies würde bedeuten …“

    Konjunktiv … also Spekulation 🙂

    Richtig ist daß der „Lich“ als Untoter ca 100 Jahre nach dem Vampir aufgetaucht ist.

    Luna

  3. @luna,

    also manchmal glaube ich, dass du dir nur die sachen aussuchst, die dir gefallen. du sagst noma, dass man wikipedia nicht alles glauben soll, aber selbst sagst du irgendwas ohne dass du beweise dafür lieferst. spätestens nach dem kommentar von noma müßtest du deine quellen offenlegen, in denen steht dass vampire vor dem lich da waren.

  4. Mal abgesehen davon, welche mythische Gestalt nun zuerst in der Literatur auftaucht (die Ideen gab es vermutlich schon Jahrhunderte früher), gibts zumindest noch in WAR 2 passive Heiler: den Diciple und den Warriorpriest. Beide heilen ihre Gruppe durch verursachten Schaden (zumindest bei einigen Attacken, Direktheilzauber gibt es auch). Ist vom Prinzip her das Gleiche, wenn auch ohne Vampirismus 😉 Aber göttlicher Glaube steckt ja in der gleichen Sparte. Und zumindest der Diciple ist ja der Anhänger eines Blut- und Mordgottes, bezieht auch daher seine Kräfte.

    Ansonsten finde ich es auch immer Schade, dass man sich so sehr auf „Grundtypen“ spezialisiert. Gerade D&D als Hack’n’Slay RPG oder auch Guild Wars 2 ohne herkömmliches Klassensystem zeigen doch, dass es viele andere Wege gibt.
    Bei D&D gibts zusätzlich zu Heiler, Tank und DD noch nen Leader (Gegner und eigene Spieler umpositionieren. Wäre sozusagen ein reiner Supporter in einem MMO). Und die Klassen sind sehr unterschiedlich.
    Zu GW2 hat Erdknuffel ja schon was geschrieben: http://erdknuffel.de/2010/07/heilung-in-guild-wars-2/

    Ich denke aber auch, dass viele Leute mit solchen Systemen einfach überfordert sind und sie dadurch unpopulär sind. Der Schwarzork/Schwertmeister in WAR hat ja eine Stance Mechanik, dadurch muss man immer etwas vorrausschauender spielen, hat dafür sehr viele Reaktionsmöglichkeiten. Viele Leute kommen aber einfach damit nicht klar, dass sie gewisse Fertigkeiten nicht immer zur Verfügung haben.

  5. Tomres … ich brauche nicht zu verifizieren was allgemein bekannt ist 🙂 Im besten Fall beginnen Vampire mit „Vlad Zepesz“ (diverse Schreibweise) aka Vlad Dracul … das war im 15ten Jahrundert und ist unstrittig 🙂

    Untote denen man einen Begriff gegeben hat der von der deutschen „Leiche“ sind in England nicht vor dem 17ten Jahrhundert aufgetaucht. Wenn Du glaubst Du kannst in der englischen Literatur „Liche“ vorher belegen dann steht es dir frei dies zu tun.

    Das haben aber schon andere vor dir vergeblich versucht – weil die Diskussion um den „Lich“ gibt es vergleichsweise häufig – spätestens dann wenn irgendwelche wikipeadia-Gläubigen damit die falsche Übersetzung ins Deutsche mit „Leichnam“ begründen zu können 🙂

    Luna

  6. Nachtrag:

    Der „Koschei-Lich“ steht übrigens 5 Punkte über dem „Sauron war auch ein Lich“-Unsinn …

    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_fictional_liches

    Das zeigt schon die „Qualität“ des Eintrages …

    Luna

  7. Ich würde nicht jeden Mist glauben der in der Wikipedia steht – das fängt schon bei Lich=Leichnam an weil ein Leichnam eben kein Untoter ist sondern das was man im engl. unter Corpse oder Body versteht ^^

    – Siehe den Artikel über *lich gates* – *lych* ist altsächsisch und damit deutlich vor dem 15. Jahrhundert. Und da altsächsich wie das Deutsche eine germanische Sprache ist, liegt die etymologische Bedeutung zu Leichnam nahe.

    Im besten Fall beginnen Vampire mit „Vlad Zepesz“ (diverse Schreibweise) aka Vlad Dracul … das war im 15ten Jahrundert und ist unstrittig 🙂

    – Öhm, die Ägypter kannten meines Wissens ein paar Jahrtausende vorher Vampirerzählungen. Sie legten u.a. Grabbeigaben bei, um die toten von der Nahrungssuche abzuhalten (bin gerade zu faul zum googlen).

  8. die Toten und Altsächsisch -.-

  9. Ja das „lychgate“ ist so richtig.

    Aber ein Tor am Friedhof ist eben noch kein Untoter sondern nur eine sprachliche Gemeinsamkeit.

    Ja und auch die alten Ägypter kannten Geschichten von Untoten – das macht aus denen aber noch lange keine Vampire, Liche, Bargheste, oder gar Nazgûls sondern einfach nur weitere Untote in der langen Liste die die Menschheit kennt.

    Luna

  10. Die Vorstellung von Vampiren ist jedoch nicht nur in Südosteuropa verbreitet. Fast weltweit gibt es Mythen über Vampire beziehungsweise Wesen, die wichtige Eigenschaften mit diesen teilen, zum Beispiel:

    * Asanbosam (Ghana, Togo, Côte d’Ivoire)
    * Aswang (Philippinen)
    * Baobhan-Sith (Schottland)
    * die Lamien (Griechenland, schon seit der Antike)
    * Wrukolakas (ebenfalls Griechenland)
    * Chiang-Shih (China)
    * Dhampir (oder auch Vampir) (Albanien)
    * Vampir (Vampir), Vukodlak (Werwolf) Serbien, Kroatien, Dalmatien)

    Der erste bekanntere angebliche Vampir stammte aus Kroatien, aus dem kleinen Dorf Kringa (Istrien), und soll dort im Jahre 1652 gestorben sein. Er war ein Bauer und trug den Namen Jure Grando. Im Jahre 1672 soll er aus seinem Grab gestiegen sein und des Öfteren das Dorf terrorisiert haben. In dem Buch von Johann Weichard Valvasor wird dieser Vampir das erste Mal in der europäischen Literatur erwähnt. Johann Joseph von Görres übernahm diese Geschichte in seinem mehrbändigen Werk „Die christliche Mystik“, das 1836–42 in Regensburg gedruckt wurde.

    Dracul ist lediglich über Bram Stoker der bekannsteste Vampir und definitiv nicht der erste. Und Bram Stroker hat nicht einmal den ersten Vampirroman geschrieben bzw. literarisch verewigt, ich verweise auf das Gedicht *Leonore* (Die Toten reisen schnell), der erste Roman kam dann von Polidori (?) mit *Der Vampyr*.

    Die Vorstellung, dass Vampire in der slawischen Region zu Hause sind, kommt aus deren Volksglaube (dort werden heute oft noch Leichen ausgebuddelt und gepflockt, wenn Vampirverdacht besteht; die dortige Polizei *freut* sich jedes Mal über die Ermittlungen, weil ganze Dörfer ins Schweigen fallen).

  11. „Vlad Zepesz“ aka Vlad Dracul hat 200 Jahre vor Jure Grando gelebt (sage übrigens auch die Wikipedia) und wenn Du „glaubst“ dass er ein Vampir war dann war er der erste 🙂

    Das meine ich damit wenn ich sage man muß etwas vorsichtig mit der Wikipedia sein. Sicherlich sind die Informationen in mehr als 80% aller Fälle richtig und vollständig aber … da bleibt einfach noch ein hoher Wert an Ungenauigkeit 🙂

    Luna

  12. Die Ägypter / Griechen ect. war aber noch früher und kannten Vampire. Naja, ich gebs auf, hat ohnehin jeder eine andere Meinung.