Der Wechsel – Teil 5

„Sie fallen wie die Domino-Steine“ bin ich geneigt zu sagen. Als nächstes hat CO angekündigt künftig auf „f2p“ und Item Shop zu setzen. Ich wünschte mir nur auch weiterhin daß der Wettbewerbsdruck der die Firmen dazu bringt auch tatsächlich aus dem MMO-Markt kommen würde und nicht von den ganzen Facebook/Browser-Spielen.

Aber immerhin – ein Hauch von Wettbewerb. Die Frage bleibt wann fangen die Firmen an ihre Produkte von vornherein so zu gestalten anstatt erst im Nachhinein und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist ? Da fürchte ich dann schon daß das noch dauern kann 😦

Der nächste Kandidat wäre SW:ToR aber da hat der gute Herr Riccitiello schon oft genug von „2 Mio Abonennten“ fabuliert um einem jede Hoffnung auf f2p beim Start zu nehmen. Dabei sollte doch jedem 8-jährigem klar sein daß das Geschäftsmodell „Abo“ in der Krise steckt. Dabei ist es dann auch egal im die Krise durch fehlenden Content und Bauchnabelbeschau selbst verursacht ist oder aber nicht.

Es macht einfach wenig Sinn mit dem Modell A zu starten um dann nach wenigen Monaten auf Modell B um zu schwenken. Da wäre es einfach sinnvoller man wäre vorher etwas realistischer gewesen und hätte sich gleich für Modell B entschieden.

Aber wenn MMO-Anbieter realistisch sein könnten dann könnten sie ja auch bis 3 zählen 🙂

Luna

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34 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

34 Antworten zu “Der Wechsel – Teil 5

  1. Shu

    Und warum erscheint dann Tera mit monatlichen Gebühren, wenn doch frogster so super gute Erfahrungen hat mit dem RoM-Itemshop?
    Laut dem offiziellen RoM-Forum wird ja derzeit überhaupt nichts mehr gegen Bugs, Cheats, Botter oder Hacker gemacht. Die Spieler werden sich einfach selbst überlassen. Keinerlei Reaktionen mehr von frogster. Ein Kumpel von mir wartet bloss darauf, dass plötzlich ingame eine Meldung erscheint „Server werden in 12 Stunden für immer heruntergefahren“

  2. Ich weiß nicht, wie man ein Bezahlmodell gut finden kann, welches Leuten Vorteile verschafft, die bezahlen können.
    In WoW hat durch das Abo-Modell jeder die gleichen Chancen – und das ist auch gut so.

  3. @Shu:

    Tera Online ist faktisch „L3“ weil es die gleichen Leute sind die L2 gemacht haben. Es sieht aus wie L2, wirkt wie L2 und … wird im Westen floppen wie L2. Insofern würde ich mich nicht darauf verlassen daß die nicht auch kurz nach dem Launch umstellen.

    @Noma:
    Das stimmt so nur teilweise. Diejenigen mit viel Zeit hatten immer einen Vorteil gegenüber denjenigen die 10 Stunden am Tag gearbeitet hatten. Der weiche Item Shop gleicht das durchaus aus.

    Luna

  4. Das stimmt so nur teilweise. Diejenigen mit viel Zeit hatten immer einen Vorteil gegenüber denjenigen die 10 Stunden am Tag gearbeitet hatten. Der weiche Item Shop gleicht das durchaus aus.


    Die Grundvorraussetzung ist bei einem Abo aber immer die gleiche, was man daraus macht, muss der Einzelne entscheiden. Oder was sollen Leute ohne Kreditkarte machen? – Davon wird es einige geben.

    Oder bei 5SecRule stand mal etwas über ein russisches (?) MMO, welches 75 Euro im Monat gekostet hätte. Nein, danke.

  5. Es erscheinen immer noch MMOs mit monatlichen Gebühren, weil die alle auf WoW schauen, wo das ja nach wie vor funktioniert. Marketingexeperten sind dafür zuständig, die Vermarktungskonzepte für MMOs zu entwickeln und die schauen immer noch alle auf WoW und haben das $-Zeichen in den Augen.

    Es wird noch eine Menge Flops brauchen, bis es bei denen angekommen ist, daß sich eine WoW-Killer oder auch nur ein Spiel mit ähnlichen Abozahlen nicht einfach mal so programmieren läßt. Kein WoW-Klon wird WoW vom Thron stoßen.

    Zu Abo vs. Itemshop:
    Als Gelegenheitsspieler zahle ich das gleiche wie einer, der den vollen Service nutzt. Natürlich kann man es so sehen, wie nomadenseele, daß ich selber Schuld bin, wenn ich wegen Familie & Kind, Job und sonstigen Freizeitaktivitäten nicht dazu komme, meine gesamte Zeit im Spiel zu verbringen.
    Ich sehe das so, daß ich z.B. bei WoW mit meinen Monatsgebühren die Entwicklung von Inhalten bezahlt habe, die ich nie gesehen habe bzw. nutzen konnte.

    Es sind doch bei einem Shop auch die gleichen Grundvoraussetzungen wie bei der Möglichkeit, Spielzeit zu investieren.
    Wenn ich nicht viel Zeit, aber viel Geld habe, bevorzuge ich die Möglichkeit, mir Chancengleichheit zu erkaufen. Habe ich viel Zeit und wenig Geld, erspiele ich mir die Chancengleichheit lieber.

    Von daher finde ich das, was LunaHexe zum weichen Ingameshop sagt, richtig. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand viel Zeit im Spiel verbringt bzw. verbringen kann, um sich dort Dinge zu erspielen. Das wird doch nicht abgewertet, wenn jemand anderes, der eben diese Zeit nicht hat, sich Vorteile kaufen kann.
    Ich persönlich würde beim Ingameshop sogar soweit gehen, knallhart auch Spielvorteile anzubieten. Allerdings nur solche, die man sich auch in vertretbarem Aufwand erspielen kann. Niemand sollte in den Itemshop gezwungen werden.

  6. Shu

    Um sein gesamtes Equip top zu uppen (netter RoM-Slang) würde man mit farmen unheimlich lange brauchen. Da aber Frogstar natürlich schön schnell Content nachliefert, ist das gerade gepimpte Equipment schon nach wenigen Tagen wieder nichtig. Und wenn du nicht dein Equip ordentlich gepimpt hast, wirst du in keine Endcontent-Instanz mitgenommen. Was ist daran bitte weich?

    F2P-MMOs sprechen als Zeilgruppe nicht die WoW-Raider an. Das wäre deutlich teurer als 11/12/13 Euro im Monat. Zeilgruppe sind Quester und Wenigspieler, die auch mal ein paar Euros springen lassen. Nur sollte jeder sich permanent selbst kontrollieren, was er da ausgibt. Manchmal ist der Gruppenzwang in einer Gilde sicherlich gross.

  7. Natürlich kann man es so sehen, wie nomadenseele, daß ich selber Schuld bin, wenn ich wegen Familie & Kind, Job und sonstigen Freizeitaktivitäten nicht dazu komme, meine gesamte Zeit im Spiel zu verbringen.
    Ich sehe das so, daß ich z.B. bei WoW mit meinen Monatsgebühren die Entwicklung von Inhalten bezahlt habe, die ich nie gesehen habe bzw. nutzen konnte.

    ____

    Das ist ungefähr so, als wenn man nach der 10. Klasse von der Schule abgeht und nicht einsieht, warum man mit seinen Steuermitteln die Oberstufe / Uni finanzieren soll.
    Du hast die Wahl, ob du den Content ausnutzt oder nicht.
    Mir sind andere Dinge auch deutlich wichtiger als WoW, wenn das Event / ZG nicht wären, hätte ich mich seit Wochen weder mit Noma noch mit Elfie eingeloggt. Na und? Dafür spiele ich eine Stunde / Tag einen Twink bzw. am Wochenende. Aber dafür kann ich niemand anderen verantwortlich machen, ich habe auch kein Problem damit, dass andere ihre 10 Euro besser ausnutzen.

  8. Zottelkäppi

    Der schleppende MMO Markt kränkelt imho nicht am Abo System, sondern daran dass die wenigsten MMos wirklich dauerhaft begeistern können. Mann kann von WoW sagen was man will, aber es funktioniert. Und das trotz Abo System. Also muss es auch mit anderen MMO funktionieren. Es muss nur gut und nachhaltig begeistern können.
    Selbst kostenlose F2P MMOs schützen nicht vor schlechter Qualität und Ingame Langeweile. Und da gibt es Imho noch viel zu viele; egal ob nun Abo oder F2P.

  9. @ nomadenseele

    Ich mag ja diese real life Vergleiche nicht besonder. Das ist doch etwas anderes, ob ich freiwillig für etwas zahle, um unterhalten zu werden oder ob ich eben Steuern zahlen muß.

    Genauso gut könnte man sagen: Jeder bekommt das Spiel umsonst und alle haben die gleichen Chancen, sich dann Inhalte, die sie mögen dazu zu kaufen.
    An der Argumentation ändert sich nichts, die Standpunkte sind nur verschieden. Je nachdem, ob man eher Geld oder eher Zeit hat. 😉

  10. An der Argumentation ändert sich nichts, die Standpunkte sind nur verschieden. Je nachdem, ob man eher Geld oder eher Zeit hat. 😉

    ______

    Das ist keine Frage von Geld, sondern von Gerechtigkeitsempfinden. Und dieses Empfinden sagt mir, dass ein Schüler die gleichen Vorraussetzungen haben muss wie erwachsener Spieler.
    Da ist eben der Sinn eines Spieles, dass alle die gleichen Startbedingungen haben; was jemand daraus macht, ist dann seine Sache.

  11. Ghanur

    Das Abo-Modell ist nicht gescheitert – lediglich drittklassige Spiele scheitern daran.

    Wenn der Anbieter keinerlei Service für die monatlichen Zahlungen liefert, laufen die Kunden halt weg – so ist das Leben.

  12. Da ist halt auch jede Menge vertrauen zerstört worden. Ich glaube nicht daß der Markt nochmal ein Abo-Modell akzeptiert – auch nicht bei einem zweitklassigen Spiel.

    Luna

  13. Und dieses Empfinden sagt mir, dass ein Schüler die gleichen Vorraussetzungen haben muss wie erwachsener Spieler.

    Aber genau das ist doch nicht gegeben. Der Schüler hat viel mehr Zeit als der erwachsene Spieler. Man stellt ja auch keinen Rollstuhlfahrer neben einen prämierten 100-Meter-Sprinter an die Startlinie und sagt: „Nun mach was draus.“
    Der Rollstuhlfahrer würde sich da zu Recht leicht ver…t vorkommen.

    Genauso geht es Spielern, die wenig Zeit haben. Klar können sie theoretisch alles nutzen, aber praktisch eben nicht. Also ist nichts gleichen Startbedingungen.

    Die sind nur gegeben, wenn man isoliert das Spiel betrachtet. Im Beispiel oben wäre die gleiche Startbedingung, daß beide die gleichen Strecke laufen müßten. Wie das Beispiel zeigt, kann man das aber nicht tun, sondern muß andere Momente (Rollstuhl gegen Beine bzw. viel Zeit gegen wenig Zeit) mit in Betracht ziehen.

    Wo liegt nun das Problem, wenn man diese Chancengleichheit über einen Ingame-Shop hergestellt wird?

    Es geht den Anbietern ja auch nicht darum, faire Spiele zu machen, sondern solche, die möglichst viel Geld bringen. Und ich vermute einfach mal, daß der Markt der Gelegenheitsspieler mit wenig Zeit, dafür aber viel Geld, höher ist, als der der Spieler mit viel Zeit, aber wenig Geld.

  14. Aber genau das ist doch nicht gegeben. Der Schüler hat viel mehr Zeit als der erwachsene Spieler.

    Ein Schüler sitzt oft noch an den Hausaufgaben, wenn die Erwachsenen schon entspannen; die haben wesentlich weniger Zeit, zumal, wenn noch andere Hobbys dazukommen. Sie haben also die gleiche Zeit, aber weniger Geld / Möglichkeiten im Item-Shop zu kaufen. Gerechtigkeit sieht anders aus. Ausserdem bist du es -wie ich auch- selbst *schuld*, wenn du in deiner Freizeit nicht am Computer sitzt. (Wobei mir jeder leid tut, der ausschließlich WoW als Hobby hat).

    Wo liegt nun das Problem, wenn man diese Chancengleichheit über einen Ingame-Shop hergestellt wird?

    Wo ist das Problem, wenn mir beim Monopoly soviel Geld zugeteilt wird, dass ich gleich die Bahnhöfe und die Schlossallee kaufen kann, während du dir nicht einmal die Badstraße leisten kannst? Eine Grundvorraussetzung fürs Spielen ist nun einmal, dass alle die gleichen Vorraussetzungen haben und dann das Geschick / Einsatzwillen darüber entscheidet, was ich daraus mache.

    Es geht den Anbietern ja auch nicht darum, faire Spiele zu machen, sondern solche, die möglichst viel Geld bringen. Und ich vermute einfach mal, daß der Markt der Gelegenheitsspieler mit wenig Zeit, dafür aber viel Geld, höher ist, als der der Spieler mit viel Zeit, aber wenig Geld.

    Das ist eine Scheckbuch-Mentalität deinerseits. Weil du es kannst. Wer es nicht kann oder dazu nicht bereit ist, hat eben Pech gehabt. Bei mir geht das gewaltig gegen den Gerechtigkeitssinn.

  15. Mir geht es gar nicht um Schüler und Erwachsene, mir geht es um Viel- und Wenigspieler. Da ist ein Ausgleich gut. Und ja, mag es auch Scheckbuchmentalität sein.

    Aber Dein Beispiel mit Monopoly geht wieder an der Sache vorbei. Ich befürworte einen Ingameshop nur, wenn er nichts zusätzlich bietet, was alle haben müssen, sondern nur Erleichterungen bzw. genau das, was man sich auch erspielen kann.

    Eine Grundvorraussetzung fürs Spielen ist nun einmal, dass alle die gleichen Vorraussetzungen haben und dann das Geschick / Einsatzwillen darüber entscheidet, was ich daraus mache.

    Und genau das entscheidet ja nicht. Das einzige, was in MMOs entscheidet, ist der Zeiteinsatz, nicht Geschick oder Einsatzwillen. Ich kann noch so geschickt sein, in der schlechteren Rüstung mit der schlechteren Waffe sehe ich z.B. in WoW kein Land.
    Anders ist es in Shootern wie z.B. Battlefield Bad Company 2, was ich auch gerade spiele. Da habe ich nach 2 Stunden alles zusammen, was ich an Ausrüstung brauche und dann entscheidet wirklich nur noch das Geschick.

    Was spricht denn dagegen, wenn der eine mehr Zeit im Spiel verbringt und der andere sich Inhalte käuflich erwirbt? Es ist ein Spiel, das allen Spaß machen soll und mir kann es doch egal sein, ob sich jemand die Items erspielt oder gekauft hat.

    Die schönste Zeit im PvP von WoW hatte ich z.B. am Ende von Classic, als jeder sich die PvP-Ausrüstung erspielen konnte. Da sah man wirklich, wer gut gespielt hat und wer nur wegen der investierten Zeit und der Ausrüstung gut gewesen war und nun ständig im Dreck lag.

  16. Das einzige, was in MMOs entscheidet, ist der Zeiteinsatz, nicht Geschick oder Einsatzwillen. Ich kann noch so geschickt sein, in der schlechteren Rüstung mit der schlechteren Waffe sehe ich z.B. in WoW kein Land.

    Ich könnte 25 Stunden am Tag spielen und wäre immer noch nicht in der Lage eine Ini im Hardmode zu spielen (nehme ich jedenfalls an). Alles andere ist Einsatzwillen. Nehmen wir den Netherdrachen: Mit 15-20 Minuten täglich kann man die Quests auf 70 abhaken. Und doch beträgt der mir bekannte Rekord zwei Jahre. Es gibt Leute, die haben immer noch nicht ihren Nordend-Gourmet – ist vollkommen in Ordnung, jedoch wohl auch fehlenden Einsatzwillen geschuldet.

    Oder sieh mich an: Ich habe auf raiden keine Lust, ich weiß nicht einmal, ob ich mir mit dem nächsten Addon noch Inis antun werde; ganz einfach weil mich der Zirkus um die Kugeln und später die Schwerter einfach anwidert. Aber dann muss ich eben auch damit leben, dass ich nicht die Rüssi habe wie jemand, der diesen Einsatz bringt.

    Was spricht denn dagegen, wenn der eine mehr Zeit im Spiel verbringt und der andere sich Inhalte käuflich erwirbt? Es ist ein Spiel, das allen Spaß machen soll und mir kann es doch egal sein, ob sich jemand die Items erspielt oder gekauft hat.

    Gekaufte Gegenstände bringen aber keinen Spaß. Ich habe das doch bei den Haustieren gemerkt: Toll, waren da, nie wieder ausgepackt. Ganz im Gegensatz zum Kurator-Stab oder meinem ersten T1-Teil.

  17. Kai

    Ein Schüler sitzt oft noch an den Hausaufgaben, wenn die Erwachsenen schon entspannen; die haben wesentlich weniger Zeit

    Jetzt lache ich aber mal ganz laut. Ich glaube Du warst noch nie beruflich in irgendeiner Art aktiv :-).
    Ich z.B. bin morgens gegen 08:00 aus dem Haus, dann komme ich vor 19:00/19:30 nicht wieder nach Hause. Dann noch etwas entspannen, mit der Familie zusammen sitzen und ab etwa 21:00 hab ich dann Zeit zu spielen. Ich glaube nicht das das ein Schüler toppen kann (also nicht, wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke).

  18. Alleine die Schule geht oft bis 15:30, in höheren Stufen auch 17:00. Dann noch Sport, Musikunterricht, Nachhilfe, …ich habe schon öfters gehört, dass die Kinder um 21, 22 Uhr noch an an den Hausaufgaben sitzen. Auch bei mir war es oft so, dass ich noch Hausaufgaben gemacht habe, während meine Eltern schon lasen, Fernseh sahen ect..

    Oder wenn ich mich nehme: Ich habe zwar offiziell relativ viel Zeit und kann mein Arbeit mit in den (Kurz-) Urlaub nehmen. Aber wenn ich mir meine Lektürelisten ansehe, ist das auch nur theoretisch, praktisch bedeutet spielen für mich, dass ich kurz die Tages-Quests und ab und zu zur Entspannung ein Wimmelbild / Casual Game mache.

  19. Ich denke nicht daß das Abo-Modell in die Krise gekommen wäre wenn die Gegenleistung stimmen würde. Es ist die Habgier der Firmen die das Abo-Modell an die Wand gefahren hat.

    Noma hat nicht völlig unrecht – der harte Item Shop ist durchaus asozial. Es ist jedoch der weiche Item-Shop auf den ich meine Hoffnung setze.

    Luna

  20. Da möchte ich noch einmal Shus Ausführungen in Erinnerung rufen:

    Da aber Frogstar natürlich schön schnell Content nachliefert, ist das gerade gepimpte Equipment schon nach wenigen Tagen wieder nichtig. Und wenn du nicht dein Equip ordentlich gepimpt hast, wirst du in keine Endcontent-Instanz mitgenommen. Was ist daran bitte weich?

    Auch mit Item-Shop sorgen die Firmen dafür, dass die Kasse stimmt. Was bis jetzt überings das einzige Detail ist, welches mich gegen Guildwars2 einnimmt.

  21. Ich bestreite die Aussage von Shu nicht. Aber das „Problem“ scheint mir eher ein „Problem“ der HardCore-Raider zu sein. Seien wir ehrlich – auch beim Abo-Modell ist der Aufwand den solche betreiben um einen Server-first (oder besser) zu erreichen nicht mit normalen Maßstäben zu messen und lediglich eine Besonderheit einer Nische.

    Luna

  22. Seien wir ehrlich – auch beim Abo-Modell ist der Aufwand den solche betreiben um einen Server-first (oder besser) zu erreichen nicht mit normalen Maßstäben zu messen und lediglich eine Besonderheit einer Nische.

    Ich will für meinen Lieblings-Char (ob es mit Cata Noma oder Alluwen wird) immer das Beste; zumindest was erreichbar ist. Ich habe da einen recht einfachen Geschmack 😉 .

    Mir ist allerdings erst heute Nacht (konnte vor Zahnschmerzen nicht schlafen *schnief*) beim Anblick eines allseits bekannten Schurken klar geworden, dass einige Spezis wohl 24 Stunden am Tag eingeloggt sind. Wenn du auf Gilden wie Ensidia oder CD anspielst: Mir käme es auch nicht in den Sinn, für WoW Urlaub zu nehmen oder zumindest jeden Abend stundenlang zu raiden. Aber wie frustierend muss es für solche Spieler sein, wenn man die Items einfach kaufen kann?

  23. Take

    „Dabei sollte doch jedem 8-jährigem klar sein daß das Geschäftsmodell “Abo” in der Krise steckt. “

    Vielleicht sollte man eher sagen, dass das gesamte Geschäftsmodell MMORPG in der Krise steckt, soweit nicht Blizzard drauf steht… Letztlich läuft es doch darauf hinaus, wie gut ich Kunden an das Spiel binden kann, egal jetzt ´mal, ob Abo-Gebühren zu zahlen sind oder ein Item-Shop (in welcher Ausprägung auch immer) besteht. Gefühlt habe ich den Eindruck, dass eine Bindung zum Spiel eher per Abo-Modell funktioniert. Will der Spieler up to date sein, ist er „gezwungen“, sich ständig einloggen zu müssen, was er ja auch irgendwie will^^ Es ist eine Gradwanderung, einerseits dem Spieler zu ermöglichen, lange an den erspielten Items, Fähigkeite, Erfolgen oder was auch immer Freude, Befriedigung oder sonst was zu haben und andereseits keine Langeweile aufkommen zu lassen. Das gelingt – wie die letzten beiden Erweiterungen zeigen – auch Blizzard nicht immer aber die schiere Masse an Blizz-Abos läßt halt wenig Raum für andere Anbieter, die über ein Nischendasein (da läßt sich btw auch Geld verdienen) hinaus wollen. Bei Blizzard wird das Abomodell jedenfalls noch lange laufen, wobei ich schon ´mal gespannt auf die Quartalszahlen 3/10 und 4/10 bin.

    Abo oder Item-Shop, die Argumente sind ausgetauscht, ich persönliche finde ja Abomodell schicker – ein Item-shop müsste schon sehr smart und fair aufgebaut sein, damit er mir gefallen könnte. Viel zu groß die Versuchung der Hersteller über neue Einstellungen im Item-shop ´mal eben das Quartalsergebnis zu beeinflussen, ne, ne, dann lieber Abo (pets und mounts sind keine content^^). Und mögen Schüler und Studenten auch mehr Zeit haben und damit „besser“ im Abomodell sein – wer sich daran stört, hat ein Problem mit der Trennung von RL und VL – ich find´s ja viel schicker, dass mir keiner um 23:00 Uhr den Stecker zieht 🙂

  24. Aber wie frustierend muss es für solche Spieler sein, wenn man die Items einfach kaufen kann?

    Nur wenn sie das ganze wegen Items machen. Obwohl ich nie aktiv raiden war, jedenfalls nicht ernsthaft, kenne ich doch einige aus dieser Spezies und da waren es nicht die Items, die gelockt haben, sondern es war die Herausforderung.

    Ich wollte für meinen Mainchar auch immer das beste, aber das hing dann auch vom Fortschritt beim Spielinhalt ab. Der wurde mir mit WotLK so schnell, daß ich gar nicht mehr mit Itemsammeln nachkam. Natürlich hätte ich mehr spielen können, aber das war keine Option und so habe ich zuerst weniger gespielt und dann ganz aufgehört.

    Beim Ingameshop muß man unterscheiden, für wen der gemacht ist. Für Wenigspieler, damit sie sich Items kaufen können, die sich Vielspieler erspielen? Für Vielspieler, um immer das beste und neueste für die nächste Herausforderung zu haben? Für Verschönerungen am Charakter, die keinen Einfluß auf Werte haben?
    Guild Wars 2 verspricht momentan Variante 3 zu bieten, weswegen ich dort auch keine Probleme mit dem Shop habe.

  25. Nur wenn sie das ganze wegen Items machen. Obwohl ich nie aktiv raiden war, jedenfalls nicht ernsthaft, kenne ich doch einige aus dieser Spezies und da waren es nicht die Items, die gelockt haben, sondern es war die Herausforderung.

    Bei mir war es nur wegen Items; liegt auch daran, dass raiden mir nie wirklich Spaß gemacht hat und wahrscheinlich nie machen wird. Und wenn es z.B. den Netherdrachen für ein paar Euro gäbe, wäre ich schon sauer, auch im Bewußtsein ihn mir erspielt zu haben. Das hat doch keinen Wert mehr, wenn ein paar Scheckbuch-Diplomaten die Kreditkarte hinknallen und alles kaufen, was ich mir erspielt habe.

    Wenn ich alleine an das Olopixx-Geheule denke, weil Nicht-Raider auf einmal Marken-Rüssi bekamen, bezweifle ich, dass der Weg, den du willst, akzeptiert wird.

  26. Man muß immer sehen, von wem es akzeptiert wird.
    Blizzard hat z.B. bei der Arena den Fehler gemacht, auf die zu hören, die sich beschwert haben, daß plötzlich „Noobs mit lila Schultern“ rumlaufen.

    Wie sich herausgestellt hat, waren die Heuler aber die absolute Minderheit, denn als die geforderten Änderungen durch Blizzard kamen, ist in der Folge das Arenasystem zusammen gebrochen. Das schließe ich ganz einfach daraus, daß Blizzard mit Cata diese Items auch für Schlachtfelder freischaltet und die benötigten Wertungen wieder herunter nimmt. Das würden sie nicht machen, wenn der Arena nicht massiv Spieler fehlen würden.

    Ich habe meistens gespielt, weil es mir Spaß gemacht hat. Als ich anfing, zu spielen, um Items zu bekommen, blieb der Spaß auf der Strecke das war für mich der Anfang vom Ende meiner WoW-Zeit.
    Für mich sind daher Dinge, die ich mir erspielt habe, Ausdruck des Spaßes, den ich dabei hatte. Es kann mir egal sein, ob andere sich diese Dinge dann kaufen oder nicht.

    Ich bin hauptsächlich PvP-Spieler und da kommt es darauf an, daß ein Spiel möglichst gleiche Chancen für alle bietet. Bin ich immer nur Opfer, weil ich einfach nicht die Spielzeit aufbringen kann, um mitzuhalten, werde aber dennoch gegen Vielspieler ins Gefecht geschickt, die alleine aufgrund ihrere Ausrüstung siegen, dann ist das kein Spiel, bei dem ich bleiben werde.
    Und ich weiß, wovon ich rede. Ich hatte am Ende von BC eine gute Arenagruppe zusammen mit meiner Frau. Wir haben Spieler in grüner Ausrüstung nur so weggeputzt, ohne Mühe zu haben. Das hat weder denen noch uns Spaß gemacht.

  27. Bin ich immer nur Opfer, weil ich einfach nicht die Spielzeit aufbringen kann, um mitzuhalten, werde aber dennoch gegen Vielspieler ins Gefecht geschickt, die alleine aufgrund ihrere Ausrüstung siegen, dann ist das kein Spiel, bei dem ich bleiben werde.

    Wenn du in WoW unter allen Umständen mithalten möchtest, obwohl du nicht gewillt bist, die Leistung der anderen zu bringen, dann bist du (zum Glück) im falschen Spiel. Dann muss man eben questen und farmen und muss darauf verzichten, sich mit anderen messen / spielen zu wollen.
    Wenn du nur gelegentlich beim Fußballtraining auftauchst, wirst du nicht mit den Top-Leuten auf Tuniere geschickt werden. Höchstwahrscheinlich bist du irgendwann selbst für die Dorfmannschaft unterqualifiziert.

    Für mich sind daher Dinge, die ich mir erspielt habe, Ausdruck des Spaßes, den ich dabei hatte. Es kann mir egal sein, ob andere sich diese Dinge dann kaufen oder nicht.

    Du verstehst es wirklich nicht, oder? Nagut, ich habe mein bestes getan, es dir begreiflich zu machen.

  28. Nachtrag:

    Nach meinem Ideal sollte die Person am Monitor in einem MMO unbedeutend sein. Wo du her kommst, welche politische Einstellung oder Haustfarbe jemand hat, sollte keine Rolle spielen. Auch nicht, wieviel Vermögen derjenige besitzt. Und das ist bei einem Abo-Modell gegeben.

    Vielleicht würde ich auch Rüssi kaufen, wenn es die Möglichkeit gäbe – und zum Glück gibt es sie nicht. Ich habe es an den Haustieren gemerkt und ich merke es täglich im RL – nichts ist unbedeutender, als Dinge die man kaufen kann und mit einem Fingerschnipsen da sind. Ich hoffe, dass es nie geändert wird, dass man sich Rüssi, Ruf ect. erspielen muss.

  29. Wenn du nur gelegentlich beim Fußballtraining auftauchst, wirst du nicht mit den Top-Leuten auf Tuniere geschickt werden.

    Ja, aber auch nicht gegen die Top-Leute. Aber genau das passiert z.B. in WoW eben. Deswegen ist das PvP da total kaputt. Aber Blizzard ist das erst aufgefallen, seit die PvPler in Scharen dem Spiel dem Rücken gekehrt haben.

    Du verstehst es wirklich nicht, oder? Nagut, ich habe mein bestes getan, es dir begreiflich zu machen.

    Doch, aber wir haben einfach unterschiedliche Ansichten.
    Du betrachtest die Dinge, die Du Dir erspielt hast, als quasi Statussymbol, die kein anderer sich kaufen sollte, sondern alle erspielen müssen.
    Mir ist vollkommen egal, wo jemand seine Ausrüstung her hat, Hauptsache ich habe maximalen Spaß im Spiel.

    Eines der schönsten Erlebnisse, die ich in WoW hatte, war ein 1:1 Duell im Alteractal ziemlich am Ende von BC mit meinem Waffenkrieger gegen einen Eismagier. Wir hatten beide erstklassige PvP-Ausrüstung. Das Duell ging mehr als 15 Minuten. Ich habe verloren, aber ich hatte einen Heidenspaß. Wir haben dann über Twinks Kontakt aufgenommen, der heute noch besteht.
    Mir wäre total egal, wenn er seine Ausrüstung gekauft hätte.

    Aber belassen wir es dabei, daß wir unterschiedliche Ansichten haben. 🙂

  30. Du betrachtest die Dinge, die Du Dir erspielt hast, als quasi Statussymbol, die kein anderer sich kaufen sollte, sondern alle erspielen müssen.
    Mir ist vollkommen egal, wo jemand seine Ausrüstung her hat, Hauptsache ich habe maximalen Spaß im Spiel.

    Ich finde, es gibt nichts langweiligeres, als die Kreditkarte hinzuknallen und etwas zu kaufen – ödet mich schon im RL an. Ich habe noch nicht einmal an gekauften Ingame-Tieren wie den Zwielichtdrachen den Spaß, den ich an meinem Netherdrachen habe.

    Wobei ich offen zugegeben muss, so wie sich die Rüssi-Situation in Cata für mich darstellt, wäre es schon verführerisch, einfach zu kaufen. Aber dann gibt es noch ein Problem: Die Schneider, die mit viel Geduld und Gold ihren Berug hochgeskillt haben, verdienen nichts mehr oder erheblich weniger. Spätestens dann wird es wirklich unfair denen gegenüber.

  31. Ich sage ja auch nicht, daß ich alle Shop-Modelle grundsätzlich gut finde, auch wenn ich da sicher weiter gehen würde als manch anderer.

    Ich habe nie Guild Wars gespielt, aber da ich mich für den 2. Teil interessiere, habe ich mir den Shop im ersten Teil angesehen. Ich finde den gar nicht schlecht.

    Bis auf die PvP-Ausrüstung und die Lagererweiterung gibt es nur kosmetische Sachen zu kaufen, z.B. Kostüme oder Pets. Wie das mit den Waldläuferbegleitern ist, weiß ich zugegebenermaßen nicht, nehme aber auch an, daß die eben nur „besser“ aussehen und keine Boni geben.

    Ich finde ein Spiel mit einem solchen Shop einfach flexibler als ein Abo-Modell. Ich kann entscheiden, ob ich für Dinge, die ich nicht unbedingt brauche, mein Geld ausgeben will oder nicht.
    Und ich habe den Vorteil, daß nur Dinge in das Spiel kommen, die die Spieler auch haben wollen, denn der Anbieter will ja verkaufen.

    Und wie gesagt, ein Shop ersetzt ja die Abogebühr und wenn ich damit keine höheren Ausgaben habe als mit einem Abo, dann bin ich vollauf zufrieden.

    Egal wieviel Geld man hat, fällt es mir persönlich schwer, ein Abo laufen zu lassen, wenn ich es kaum nutzen kann. Genauso wie es mir schwer fallen würde, eine Konzertkarte zu kaufen, wenn ich schon vorher wüßte, daß ich nach einer halben Stunde wieder gehen muß.

  32. Egal wieviel Geld man hat, fällt es mir persönlich schwer, ein Abo laufen zu lassen, wenn ich es kaum nutzen kann.

    Das läuft bei mir nebenbei mit, die 10 Euro… . Mir reicht es, wenn ich im Hinterkopf weiß, dass ich mich jederzeit einloggen kann. Ich spiele fast nur noch am Wochenende, unter der Woche mache ich nur mit meiner kleinen Druidin die Ruf-Dailys für eine Stunde / Tag (sie tut sich noch mit dem Angeln schwer). Mir reicht das im Moment auch vollkommen.

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