Realitätsverlust bei EA

Wenn ich mir die Jungs von EA so anschaue dann kann ich nicht mehr anders als ihnen völligen Realitätsverlust zu bescheinigen. Ab wann soll SW:ToR rentabel werden ? 500.000 Abonnenten ? Wo sollen die denn her kommen ?

Die Verschiebung auf Herbst hilft zwar die technischen Mängel zu beseitigen aber die Design-Fehler die das Spiel hat die bekommen sie nicht mehr raus. Natürlich gibt es immer Leute die ein Spiel aufgrund der Lizenz spielen. Aber schon die komische Zeichentrick-Serie die es zu SW gibt die muss man doch eher als Flop bezeichnen. Was auch dran liegt daß die Leuchtkraft der Marke so langsam nach läßt. Aber nicht nur – es gibt insbesondere in Europa – weite Teile in denen der baby-bunte Comic Stil einfach unpopulär ist. Nicht ohne Grund hat ein im Spiele Markt so unbedeutendes Land wie Deutschland ein Produkt wie Crysis hervorgebracht.

Aber auch in den US-Foren wurde der Grafik-Stil kritisiert. Das UI sieht grauenhaft aus, das Klassen-Konzept ist für die Füße … wenn ich anfange eine Liste zu machen dann wird die ganz lang. Möglicherweise wird SW:ToR der letzte ganz große Abo-Flop bevor die Anbieter einsehen daß die den Kunden kein Geld mehr monatlich aus der Tasche ziehen können ohne auch monatlich neue Inhalte zu bringen.

Was aber ganz neue Probleme aufwerfen dürfte – es ist das Abo-Modell das ausgedient hat !

Luna

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8 Kommentare

Eingeordnet unter SW:ToR

8 Antworten zu “Realitätsverlust bei EA

  1. Ich habe schon meine Zweifel, daß 500.000 Abonnenten reichen, um profitabel zu sein. Bei $ 300 Mio. Kosten müßten sie an jedem Abonnent $ 600 verdienen. Rechne ich jetzt $ 40 Gewinn für die Spielepackung (was schon sehr viel ist, aber es kaufen ja auch einige, die dann kein Abonnenten werden, siehe WAR), müßten diese 500.000 Spieler bei einem Abo von $ 13/Monat 3,5 Jahre spielen, um die Entwicklungskosten herein zu bringen. Dabei sind die Kosten für die Unterhaltung und Pflege des Spiels noch gar nicht eingerechnet.

    Entweder die Angaben über die Entwicklungskosten stimmen nicht oder man braucht mehr Abos.

    Allerdings sehe ich noch kein Ende vom Abo-Modell. Rift könnte ein Erfolg werden und die meisten Spieler möchten ein Abo, siehe z.B. siehe

  2. bevor die Anbieter einsehen daß die den Kunden kein Geld mehr monatlich aus der Tasche ziehen können ohne auch monatlich neue Inhalte zu bringen.

    Was aber ganz neue Probleme aufwerfen dürfte – es ist das Abo-Modell das ausgedient hat !

    Ich halte diese Aussage nach wie vor für falsch. Bloß weil du f2p vorziehst, bedeutet das nicht, das andere / die Mehrheit das auch möchte.

  3. Du irrst durch Pauschalierung 😉

    Ich ziehe es nicht generell vor – nur wenn es ein „weiches Shop-Modell“ ist. Disney hat zB 2006 ein wunderschönes „Piraten-MMO“ mit einem „bösen Shop“ auf den Markt gebracht. Da wurde man dann tatsächlich alle 3m informiert daß man diese oder jede Quest nur gegen Kohle annehmen/abschließen kann.

    Du kannst Dir nicht vorstellen wie groß mein Brechreiz war. Aber offensichtlich nicht nur meiner. Weil das Spiel ist böse gefloppt. Also es kommt beim f2p immer auf das „wie“ an. Deshalb kritisiere ich zB auch den LotRO Shop obwohl ich selber völlig kostenlos spielen kann.

    Luna

  4. Zottelkäppi

    Ähm.. was hat die Information mit „SW:TOR braucht 500.000 Abonnenten um Rentabel zu sein mit der Relatitätsverlust zu tun?
    Sie sagen sie „brauchen“ 500.000 Abonnenten und nicht sie werden 500.000+ Abonnenten haben. Denn nur dann wäre es Realitätsverlust. 🙂

    Davon abgesehen gehe ich schon davon aus, dass SW TOR für die Jedi Gemeinde durchaus ein ansprechender Titel, oder sagen wir mal, zumindest ein erwarteter Titel sein wird. Ob SW:TOR auf längere Zeit (6+Monate) zu motivieren weiss wird sich noch zeigen. Auch ob SW:TOR eine so grosse Zielgruppe überhaupt erreichen und überzeugen kann. Zielgruppen Potential aufgrund der Marke hätte es theoretisch.

    Kenne selber genug Leute die Interesse an Onlinespiel (Insbesonderen an einem neuen Star Wars) mit einem „vernünftigen“ Sci-fi Szenario haben und deswegen nicht ersatzweise einen Fantasy Schinken spielen. Entweder es existiert ein Produkt das deren Spielerischen Interessen deckt oder es gibt keines.
    Sprich, man spielt nicht als RPG Liebhaber aus langweile einen Shooter, nur weil es keine vernüftigen RPGs auf de Markt gibt oder umgekehrt. Der Onlinemarkt ist imho noch lange nicht gesättigt, weil eben nicht alle Onlinespiel Interessen und Themen/Universen abgedeckt sind. Ich wäre z.B für ein Fallout Online spiel definitiv zu haben. Deswegen spiele ich allerdings nicht andere Onlinespiele.

  5. Zottelkäppi argumentiert

    Sie sagen sie „brauchen“ 500.000 Abonnenten und nicht sie werden 500.000+ Abonnenten haben. Denn nur dann wäre es Realitätsverlust.

    Es gab keine Gewinnwarnung wegen SW:ToR – müßte es aber geben wenn sie davon ausgehen daß sie die 500.000 Abos nicht erreichen. Bedeutet im Umkehrschluß sie gehen davon aus daß sie 500.000 Abos haben werden.

    Luna glaubt nicht daß das möglich ist und damit folgt „Realitätsverlust bei EA“ als begründete Aussage 😉

    Luna

  6. Zottelkäppi

    „Es gab keine Gewinnwarnung wegen SW:ToR – müßte es aber geben wenn sie davon ausgehen daß sie die 500.000 Abos nicht erreichen. Bedeutet im Umkehrschluß sie gehen davon aus daß sie 500.000 Abos haben werden.“

    Das ist aber das typische Anleger Beruhigungsgeschwätz um eben diese nicht zu beunruhigen. Eine Gewinnwarnung ist ja bekanntlich Gift für deren finanziell gesteuerte Psyche. 🙂

    Wir werden sehen. Ich tippe allerdings dass Bioware/EA sogar die 1 Mio. Marke an verkauften Einheiten knacken wird. Weil eben Star Wars eine starke und langjährige Marke ist, Bioware in Sachen RPGs einen sehr guten Ruf geneisst und EA, die ihr Handwerk in Bezug auf Hype und Marketing verstehen.

    Ungeachtet dessen muss das Spiel dennoch durch eine gewisse Mindestlaufzeitmotivierung (was ein Wort!) überzeugen. Und das kann bisher noch keiner mit sicherheit sagen.

  7. Bonecrusher

    Wie schnell EA einen Hype auch wieder fallen lässt, hat man bei Hellgate: London gesehen. Erst Druck machen, ein unfertiges Spiel auf den Markt zu schmeißen, nur um durch den Verkauf des Spiels an sich die Investitionen wieder reinzuholen. Was danach mit der Spieleschmiede passiert, ist EA herzlichst egal. Halbes Jahr nach Release war Flagship pleite, weil alle Geldgeber gleichzeitig alles wieder haben wollten.

  8. Ich sagte mal „MMOs werden mit der Zeit zu Tode gepatcht“. Erreicht das neue SW-MMORPG den Status schon vor dem Release? 😉